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"Spiegel": Finanzministerium denkt über Schuldenrückkaufprogramm für Griechenland nach

Archivmeldung vom 22.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Jens Bredehorn / pixelio.de
Bild: Jens Bredehorn / pixelio.de

Entgegen bisheriger Bekundungen bereitet das Bundesfinanzministerium (BMF) von Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ein Rückkaufprogramm für griechische Staatsanleihen vor.

Dabei solle sich die griechische Regierung Geld beim ständigen Rettungsschirm ESM leihen, mit dem sie eigene Anleihen zum aktuellen Kurs zurückkauft. Im Schnitt rangieren die Papiere derzeit bei einem Kurs von 25 Prozent ihres Nennwerts. Mit jedem geliehenen Euro könnten auf diese Weise vier Euro Altschulden vom Markt genommen werden.

Mit einem Einsatz von zehn Milliarden Euro, so die Überlegungen des BMF, ließe sich die Altschuldenlast Griechenlands um 40 Milliarden Euro mindern. Um diese Quote zu erreichen, sollen Gespräche mit den Investoren geführt werden, damit sie sich tatsächlich mit einem Viertel ihrer Forderungen abfinden. Nach der Operation, so die Hoffnung des Finanzministeriums, wäre Griechenland fast schon wieder in der Lage, sich selbst Geld an den Märkten zu besorgen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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