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Millionenschwere Verträge mit Corona-Impfstoffen: Einige Länder werden Ziel von Betrügern

Archivmeldung vom 12.08.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.08.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Corona-Impfstoff (Symbolbild)
Corona-Impfstoff (Symbolbild)

Bild: © CC0 / torstensimon / Pixabay

Kriminelle Gruppen und Einzeltäter haben sich mit den Behörden in mehreren Ländern in Verbindung gesetzt und ihnen Corona-Impfstoffe angeboten, in der Hoffnung, dass diese illegale Verträge im Wert von Millionen von Dollar unterzeichnen werden. Dies berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Verweis auf die ihm vorliegenden Dokumente.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "SNA News" schreibt weiter: "Zu den Ländern, deren Regierungen von den Betrügern kontaktiert worden seien, würden die Niederlande, Lettland, Frankreich, Israel, die Tschechische Republik, Österreich, Argentinien, Kolumbien, Brasilien, Kanada und Spanien gehören, hieß es. Es seien ihnen Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Johnson & Johnson und Astrazeneca angeboten worden, und in einigen Fällen sei es darum gegangen, die Details der möglichen Verträge zu besprechen.

Frankreich würde nicht direkt mit den Vertreibern von Impfstoffen verhandeln, sondern diese über die Europäische Kommission beschaffen, berichtete WSJ unter Verweis auf eine Sprecherin des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Auch Lettland habe versichert, die Impfstoffe im Rahmen der von der EU-Kommission und den Impfstoffherstellern unterzeichneten Verträge gekauft zu haben. Brasilien habe keine Impfstoffe gekauft, die von Drittanbietern angeboten worden seien, hieß es aus dem Büro von Präsident Jair Bolsonaro, obwohl es bestätigte, dass es entsprechende Gespräche gegeben habe.

Die Ermittler des US-Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security, DHS) hätten „50 bis 75 Betrüger, Unternehmen und Makler identifiziert“, die weltweit nach potenziellen Käufern von Impfstoffen suchen würden, so die Quellen von WSJ. Dabei sei nicht bekannt, ob solche Versuche erfolgreich gewesen seien.

Mehrere Länder müssten sich mit begrenzten Impfstoff-Lieferungen begnügen, was nach Angaben der internationalen Strafverfolgungsbehörden zur Unterzeichnung gefälschter Verträge führen könne. Eine Sprecherin von Interpol sagte in diesem Zusammenhang, die Organisation plane in den kommenden Tagen, Länder vor möglichen Betrugsfällen zu warnen.

Der US-Konzern Pfizer gab bekannt, ihm seien 86 betrügerische Vorschläge bekannt, die bei den Behörden in 45 Staaten eingegangen seien. Der Sicherheitschef von Pfizer, Lev Kubiak, betonte, dass das Unternehmen Informationen über den Betrug an die Strafverfolgungsbehörden, Regierungen und Hersteller anderer Impfstoffe weiterleiten würde."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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