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Chinesische Ratingagentur kritisiert Schuldenpolitik der USA

Archivmeldung vom 14.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
US-Notenbank Fed Bild: Dan Smith
US-Notenbank Fed Bild: Dan Smith

Der Chef der chinesischen Ratingagentur Dagong, Guan Jianzhong, hat die Schuldenpolitik der Vereinigten Staaten scharf kritisiert. "Es werden doch keine Werte geschaffen, wenn man Geld druckt. Wenn jede Regierung der Welt so handeln würde, wäre die globale Wirtschaft komplett gelähmt", sagte Jianzhong im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Die Praxis der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), durch milliardenschwere Aufkäufe von Staatsanleihen der Regierung die Verschuldung zu erleichtern, hält er schlicht für "Betrug".

Zugleich ging der Dagong-Chef scharf mit den US-Ratingagenturen ins Gericht. "Die US-Agenturen haben ihre professionelle Ethik verloren. Sie dienen Washington mit ihren Ratings und verschlimmern damit die Krise", monierte Jianzhong. Zugleich kündigte der Dagong-Chef an, die Geschäfte der Ratingagentur in Europa künftig ausbauen zu wollen. "Wir werden expandieren und binnen zwölf Monaten Büros in Frankfurt und London eröffnen. Dagong wird mehr chinesische Investitionen in Europa nach sich ziehen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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