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US-Ökonom warnt Deutschland vor übereilten Euro-Rettungsaktionen

Archivmeldung vom 16.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Kenneth S. Rogoff, 2002
Kenneth S. Rogoff, 2002

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der US-Wirtschaftsprofessor Kenneth Rogoff hat die Bundesrepublik davor gewarnt, jetzt schon Transfer-Zahlungen für die Euro-Zone zuzustimmen. "Deutschland wäre töricht zu zahlen, ohne dass im Gegenzug nicht zumindest Schritte hin zur weiteren politischen Integration vereinbart würden", sagte der renommierte Wissenschaftler in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Focus".

Gleichzeitig prophezeite Rogoff, dass Europa "sicherlich noch nicht einmal in der Nähe des Endspiels für die Eurokrise angekommen" ist. Der Harvard-Professor wandte sich vehement gegen Verschwörungstheorien, dass Deutschland die Einführung des Euro und die aktuelle Krise zur Machterweiterung nutze: "Das ist Quatsch. Es waren die Franzosen, die mit dem Euro ein Gegengewicht zum Dollar aufbauen wollten und weiterhin eine Weltmacht bleiben wollten."

Rogoff lobte im "Focus"-Interview das Verhandlungsgeschick von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): "Ich bin beeindruckt von ihrer langfristigen Vision." Merkel verliere "nie ihr Ziel aus den Augen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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