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Geheimgespräche zwischen USA und Nordkorea in Berlin

Archivmeldung vom 16.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Flagge der Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea)
Flagge der Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea)

Ende September haben in Berlin zweitägige informelle Gespräche zwischen Amerikanern und Nordkoreanern über Pjöngjangs Atomprogramm stattgefunden. Das berichtet "Die Zeit" in ihrer aktuellen Ausgabe. Auf amerikanischer Seite wurden die Gespräche von Stephen Bosworth, ehemals US-Sondergesandter für Nordkorea, und Robert Gallucci, in den neunziger Jahren US-Verhandlungsführer bei den Atomgesprächen mit Pjöngjang, geführt. An der Spitze der nordkoreanischen Delegation stand Vize-Außenminister Ri Yong-ho.

Beide Seiten wollten bei dem Treffen am 25. und 26. September ausloten, welche Chancen für eine Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche zwischen Nord- und Südkorea, China, den USA, Russland und Japan bestehen. Nordkorea hatte diese Gespräche im Jahr 2009 abgebrochen.

Bei den Gesprächen in Berlin, für die auf amerikanischer Seite das U.S.-Korea Institute der Johns-Hopkins-Universität die Initiative ergriffen hatte, handelt es sich um sogenannte "track two"-Gespräche, also um informelle Treffen, die bei Ländern üblich sind, zwischen denen es keine offiziellen Kontakte gibt.

Nordkorea und die Vereinigten Staaten unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Anfang des Jahres hatte Nordkorea seinen dritten Kernwaffentest unternommen. Das Regime in Pjöngjang hatte inmitten eskalierender Spannungen den Kriegszustand auf der koreanischen Halbinsel ausgerufen und den USA mit atomaren Angriffen gedroht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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