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Wenn kein Strom mehr aus Frankreich kommt, gehen in Italien die Lichter aus

Archivmeldung vom 19.09.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.09.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Freepik / WB / Eigenes Werk
Bild: Freepik / WB / Eigenes Werk

Schock in Italien! Wie „La Repubblica“ berichtet, unterbricht Frankreich möglicherweise die Stromversorgung Italiens in den nächsten zwei Jahren wegen interner Schwierigkeiten bei etwa der Hälfte der Kernreaktoren, die gewartet werden müssen. Denn nationale Bedürfnisse haben Vorrang. Italien arbeitet jetzt an einem Notfallplan, um seinen Energiemix intakt zu halten. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Das Land ist Europas größter Stromimporteur, Frankreich nach der Schweiz größter Lieferant. Am 25. September sind Neuwahlen in Italien. Man darf gespannt sein!

Alles nicht wahr…

La Repubblica beruft sich auf ein Schreiben des staatlichen Stromkonzerns Electricité de France SA (EDF), was von einer Sprecherin des italienischen Energieministeriums bestätigt wird. Ein EDF-Sprecher dementierte: Man habe „keinen Brief“ an die italienischen Behörden geschickt. Frankreich „bekräftigt seine Verpflichtung zur gegenseitigen Solidarität in Bezug auf Gas und Strom mit allen unseren europäischen Nachbarn“, hieß es aus dem Ministerium für Energiewende. „Ein voll funktionsfähiger Stromverbund ist eine Priorität für die kollektive Versorgungssicherheit.“

Marode Atomkraftwerke

Anfang dieser Woche sagte allerdings der französische Strom-Netzbetreiber RTE (zu 50,1 Prozent in EDF-Besitz) in seinem Winterprognosebericht, dass er in einer extremen Situation möglicherweise eine Verbindungsleitung nach Italien sowie eine nach Großbritannien einstellen muss, was einem Export-Stopp gleichkäme. Die nukleare Leistung von EDF wird voraussichtlich auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten fallen, da sie mit der Wartung ihrer alternden Anlagen beschäftigt ist. RTE äußerte sich bisher nicht zum Bericht von „La Repubblica“.

Frankreich jetzt Strom-Nettoimporteur

Frankreich, traditionell Europas größter Stromexporteur, ist zum Nettoimporteur geworden. Neben dem Druck auf die russischen Gasströme ist die EDF-Krise eine Hauptursache für das Energiedefizit. Nicht nur in Italien, auch in Paris stehen die Zeichen auf Sturm. Eiffelturm, Louvre-Pyramide und das Schloss von Versailles werden ab jetzt, in der Nacht, nicht mehr im hellen Glanz erstrahlen. La Repubblica spricht von einer “Nüchternheitskampagne“, die aber nur symbolischen Wert habe.

Wut in Italien wächst

Die Italiener können indes ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen, manche verbrennen sie medienwirksam in der Öffentlichkeit. Aufgrund der hohen Energiepreise wird auch in  Cafés, Restaurants und Pizzerien alles teurer. Manche Betreiber stellen die Energierechnungen bereits im Schaufenster aus. Der italienische Handelsverband warnt vor einer Inflationsspirale, die den Konsum zum Erliegen bringen könnte. Die Regierungshilfen seien unzureichend, heißt es. Am 25. September wir in Italien das Parlament neu gewählt. Der Rechtsblock unter Führung von Giorgia Meloni, rechnet sich gute Chancen auf einen Sieg aus. Man darf gespannt sein, ob die Russland-Sanktionen der EU dann weiterhin befürwortet werden.

EU-Führerin verordnet Solidarität

Die politischen Entscheidungsträger sind sich sehr bewusst, dass Energie-Engpässe die Solidarität zwischen den Ländern auf die Probe stellen könnten. Auch wenn EU-Führerin Ursula von der Leyen alle von Brüssel verursachten Krisen –  Migration, Covid-19-Zwangsmaßnahmen und jetzt die Energiekrise als Folge der Brüsseler Russland-Sanktionen mit einem Aufruf zur Solidarität bewältigen will: Wenn es in den Häusern und Wohnungen der Menschen dunkel und kalt wird, wenn die Produktion still steht und die Menschen ihre Arbeit verlieren, wenn Lieferengpässe die Versorgung nicht mehr gewährleisten und wenn Regierungen die Menschen mit immer absurderen Zwangsmaßnahmen quält  – könnten sie bald mit Schimpf und Schande aus ihren gemütlichen Amtsstuben verjagt werden."

Quelle: Wochenblick

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