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Moskau: „Wir wissen nicht, ob Skripals noch am Leben sind“

Archivmeldung vom 13.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sergej Skripal, Archivbild
Sergej Skripal, Archivbild

Bild: Eigenes Werk /OTT

Das russische Außenministerium verfügt über keine Informationen, ob die Skripals am Leben sind. Dies erklärte die offizielle Sprecherin der Behörde, Maria Sacharowa, in der Sendung „Prawo snatj“ (dt. – das Recht, zu wissen) des TV-Senders „TV Zentr“ am Samstag.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "„Wir haben die Skripals nicht gesehen. Sie sind reelle Menschen. Früher waren sie am Leben, heute weiß ich nicht (…). Wir verfügen diesbezüglich über keine Informationen“, sagte sie.

„Julia Skripal haben wir einmal – unter seltsamen Umständen – gesehen, es war unklar, wo gefilmt wurde und wer das gemacht hat. Sergej Skripal hat überhaupt keiner gesehen. Es gab nicht einmal (…) ihm zugeschriebene Erklärungen (…). Wir wissen nicht, wo diese Menschen sind“, ergänzte Sacharowa.

Am 4. März wurden der Ex-Offizier von GRU und Doppelagent Sergej Skripal , der seinerzeit in Russland wegen Staatsverrats verurteilt worden war, und seine Tochter Julia vergiftet, was einen internationalen Skandal provoziert hatte. London behauptet, die beiden seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten angeblich sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte erklärt, dass der „Fall Skripal“ wegen des Ausbleibens jeglicher Beweise für die Schuld Russlands vor den Augen zerfalle.

Das russische Außenministerium richtete in das Foreign Office etwa 60 diplomatische Noten mit der Forderung, ihm einen Zugang zu der Ermittlung und zu den betroffenen russischen Bürgern zu gewährleisten. Die Behörde wandte sich darüber hinaus mit einem Antrag bezüglich der Rechtshilfe sowie mit Vorschlägen zur Zusammenarbeit, darunter zur Durchführung einer gemeinsamen Ermittlung, an London, allerdings haben die britischen Behörden nicht darauf reagiert."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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