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Bundeswehr lässt in Afghanistan Kriegsgerät im Millionenwert zurück

Archivmeldung vom 05.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Camp-Marmal in Masar-i Scharif. Nach Erweiterung des Mandatsgebietes von ISAF übernimmt Deutschland die Verantwortung im Norden Afghanistans. Bild: Bundeswehr/Wilke
Camp-Marmal in Masar-i Scharif. Nach Erweiterung des Mandatsgebietes von ISAF übernimmt Deutschland die Verantwortung im Norden Afghanistans. Bild: Bundeswehr/Wilke

Die Bundeswehr wird im Rahmen ihres Abzugs aus Afghanistan Kriegsgerät im Neuwert von rund 150 Millionen Euro zurücklassen. Das Material wird entweder an die Afghanen übergeben, verkauft oder verschrottet, wie der "Spiegel" berichtet.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums betrifft das rund 42 Prozent der von der Bundeswehr genutzten Geräte. 47 Prozent werden nach Deutschland zurückgebracht. Bei den restlichen elf Prozent hängt die Entscheidung vom Zustand des Materials ab. Für die Weiternutzung gelten strenge Kriterien. Ein zwei Jahre alter Geländewagen "Wolf" etwa wird in der Regel nicht mehr nach Deutschland transportiert. Das Ministerium rechtfertigt den Ausschuss damit, dass der Wert des Kriegsgeräts nach der Nutzung "weit unter" dem Anschaffungspreis liege und dadurch die Rückführung unwirtschaftlich sei.

Bundeswehrverband will Afghanistan-Kampftruppe auch nach 2014

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, fordert entgegen den Plänen der Bundesregierung, auch nach 2014 deutsche Kampftruppen in Afghanistan zu stationieren. "Die Sicherheitslage in Afghanistan kann einen ängstigen", sagte er der "Berliner Zeitung". "Zu sagen, wir bräuchten nach 2014 keine Kampftruppe in Afghanistan mehr, mag wahltaktisch schön sein, entspricht aber nicht der Realität. Wir brauchen eine solche Kampftruppe auch nach 2014 allemal, um hoch beweglich auf Krisen reagieren zu können, die in dieser wackeligen Sicherheitslage ganz schnell entstehen." Die Kampftruppe sei zudem erforderlich, "um gegebenenfalls unsere eigenen Leute herauszuholen. Ohne sie haben wir ein großes Problem."

Die Bundesregierung hatte im Frühjahr erklärt, nach dem für 2014 geplanten Ende des Kampfeinsatzes in Afghanistan werde die Bundeswehr zunächst mit 600 bis 800 Soldaten präsent bleiben; diese seien aber ausschließlich für Ausbildung, Beratung und Unterstützung afghanischer Truppen vorgesehen. In den darauffolgenden Jahren solle sich die Präsenz auf 200 bis 300 Soldaten reduzieren.

Die Sicherheitslage am Hindukusch hat sich unterdessen wieder deutlich verschärft. Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr ist die Zahl der zivilen Opfer im Afghanistan-Krieg im ersten Halbjahr 2013 erneut angestiegen. Bis Ende Juni seien 1319 Zivilisten umgekommen, 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilten die Vereinten Nationen in der vorigen Woche mit. Für 74 Prozent der Toten und Verletzten seien Aufständische wie die Taliban verantwortlich, hieß es. Überdies wurde bekannt, dass in den letzten vier Monaten allein 2748 Polizisten von Taliban getötet worden waren.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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