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Politologe Perthes sieht Fall Khashoggi als Wendepunkt

Archivmeldung vom 24.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
47. Münchner Sicherheitskonferenz 2011: Im Gespräch: Wolfgang Ischinger (li),Vorsitzender Münchner Sicherheitskonferenz , und Prof. Dr. Volker Perthes (re), Archivbild
47. Münchner Sicherheitskonferenz 2011: Im Gespräch: Wolfgang Ischinger (li),Vorsitzender Münchner Sicherheitskonferenz , und Prof. Dr. Volker Perthes (re), Archivbild

Foto: Sebastian Zwez
Lizenz: CC BY 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Politikwissenschaftler und Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes, sieht den Fall Khashoggi als Wendepunkt hin zu einer kritischeren Sichtweise auf Saudi-Arabien. "Mittlerweile ist der Fall Jamal Khashoggi zum Auslöser geworden, um sich Saudi-Arabien und seine Politik sehr viel deutlicher anzugucken", sagte Perthes am Mittwoch im Deutschlandfunk. Erstaunlich sei, dass Saudi-Arabien plötzlich wegen eines einzelnen Mordes und nicht wegen des seit Jahren anhaltenden Jemen-Krieges am Pranger stehe.

"Hier sterben jeden Tag Leute, hier ist die größte humanitäre Katastrophe menschengemacht worden, und das ist weitgehend toleriert worden, oder nur leicht gelegentlich kritisiert worden", so Perthes weiter. Die Öffentlichkeit reagiere auf einen einzelnen Mord oder das Schicksal einer einzelnen Person viel schärfer als auf "das Schicksal von Zehntausenden oder Hunderttausenden, die im Krieg oder durch Hungersnot ums Leben kommen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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