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Indien: Umstrittene heilige Stätte in Ayodhya wird aufgeteilt

Archivmeldung vom 30.09.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.09.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Flagge von Indien
Flagge von Indien

Eine umstrittene heilige Stätte in der indischen Stadt Ayodhya, die sowohl von Moslems als auch von Hindus beansprucht wird, soll zwischen den beiden religiösen Gruppen aufgeteilt werden. Das teilte ein Anwalt der Hindu-Prozesspartei nach einem Urteil am Donnerstag mit.

"In einer Mehrheitsentscheidung sagten zwei Richter, die Stätte solle dreigeteilt werden", so der Anwalt. Der Prozess der Teilung solle in drei Monaten beginnen. Ein Drittel geht dabei an die muslimische Gemeinde, ein zweiter soll als Tempel für die Hindus dienen, nach deren Glauben der Ort die Geburtsstätte des Gottes Rama ist. Ein weiteres Drittel wird in Zukunft von einer Hindu-Organisation aus Ayodhya genutzt. Im Jahre 1992 hatte die Zerstörung einer Moschee durch hinduistische Aktivisten in Ayodhya Krawalle entfacht, bei denen mehr als 2.000 Menschen getötet wurden. Danach war die heilige Stätte mit Stacheldrahtzäunen abgesperrt worden. Das vollständige Urteil der Richter ist noch nicht bekannt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

 

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