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Europol rechnet nicht mit mehr Kriminalität

Archivmeldung vom 26.11.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Direktor der europäischen Polizeibehörde Europol, Max-Peter Ratzel, sieht dem Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien am 21. Dezember mit Gelassenheit entgegen. "Weder die Kriminalität wird enorm ansteigen, noch werden Terroristen in die Länder der EU drängen. Niemand muss also Angst haben", sagte Ratzel in einem Interview der in Frankfurt (Oder) erscheinenden Märkischen Oderzeitung.

Als Hauptgrund für seine Überzeugung führt er an, dass den Tätern keine völlig neuen Möglichkeiten eröffnet würden, weil es weiterhin Fahndungen im Hinterland und die Kooperation mit den Behörden in den Nachbarländern gebe.

Auch den Bedenken, dass das so genannte Schengener-Informationssystem 2 noch nicht in Betrieb sei, trat Ratzel entgegen. Wörtlich sagte er: "Weil die aktuellste Variante dieser Datenbank noch nicht arbeitsfähig ist, wird ein großes Sicherheitsrisiko herauf beschworen. Das ist falsch. Es gibt einen sehr guten Vorläufer dieser Datenbank - nämlich das Schengener-Informationssystem I. Dessen Fortentwicklung - SISone4all - ist das Beste, was zurzeit in allen Staaten verfügbar ist. Damit können die Länder untereinander gut zusammenarbeiten. Alles Weitere folgt Schritt für Schritt. Es bleibt ein laufender Prozess, dem sich die Länder stellen."

Quelle: Pressemitteilung Märkische Oderzeitung


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