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WSJ.de: Sperren von Youtube-Videos: Google gab Erdogan einen Korb

Archivmeldung vom 22.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Foto: Fank Stone, Berg Eckle
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Google hat Anfragen der türkischen Regierung abgelehnt, Youtube-Videos vom Netz zu nehmen. In den betreffenden Clips gehe es um die vermeintliche Korruption der Regierung in Ankara, sagten eingeweihte Personen dem Wall Street Journal. Das Video-Portal Youtube gehört zum Suchmaschinenkonzern Google.

Laut den eingeweihten Personen haben Regierungsvertreter der Türkei Google in den vergangenen Wochen darum gebeten, die Videos der türkischen Website von Youtube zu blockieren. Doch Google wollte der türkischen Regierung, die wegen des Sperrens von Twitter in der Kritik steht, den Wunsch nicht erfüllen. Der Konzern glaubt, dass die Anfrage rechtlich nicht haltbar ist.

Jetzt fragen sich Beobachter, ob Ankara den Zugang zu Youtube im Land sperrt. Am späten Donnerstagabend hatte die Türkei die Kurznachrichten-Webseite Twitter blockiert. Beide Dienste waren in den vergangenen Monaten wichtige Plattformen für Korruptionsvorwürfe gegen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und seine Regierung gewesen. Erdogan hatte sowohl bezüglich Twitter als auch bezüglich Youtube in der Vergangenheit eine Sperrung angedroht.

"Wir spüren eine unmittelbare Bedrohung", kommentiert ein Google-Mitarbeiter die Möglichkeit, in der Türkei vom Netz genommen zu werden. Am späten Freitag war das jedoch zunächst nicht geschehen.

Ein Video stellt scheinbar die Aufnahme eines Gesprächs dar, in dem Erdogan seinen Sohn anweist, Geld vor Ermittlern zu verstecken, sagte eine der eingeweihten Personen. Erdogan hält dagegen, das Video sei gestellt, um seine Regierung zu Fall zu bringen.

Link zum vollständigen Artikel: http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303802104579453771071070010.html

Quelle: Wall Street Journal Deutschland

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