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„Wie ein Besatzungsoffizier“: Schröder knöpft sich US-Botschafter vor

Archivmeldung vom 16.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gerhard Schröder (2015)
Gerhard Schröder (2015)

Von Olaf Kosinsky - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45734243

Altkanzler Gerhard Schröder hat die Vereinigten Staaten in einem Interview hart attackiert: Der US-Botschafter Richard Grenell in Berlin führt sich laut Schröder wie ein „Besatzungsoffizier“ auf. „Wir können uns nicht gefallen lassen, dass wir wie ein besetztes Land behandelt werden“, sagte der SPD-Politiker gegenüber Reuters.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" meldet weiter: "„Wenn ich mir das Agieren des amerikanischen Botschafters in Deutschland so anschaue, habe ich den Eindruck, er versteht sich eher als Besatzungsoffizier denn als Botschafter der Vereinigten Staaten in einem souveränen Staat“, so Schröder.

Deutschland müsse sich unter solchen Umständen nach Verbündeten umschauen, die ähnliche Interessen hätten. Ihm falle da natürlich China ein. „Es ist doch zwangsläufig so, dass diejenigen enger zusammenrücken müssen, die von den Konflikten betroffen sind, die von den Vereinigten Staaten ausgehen“, sagte der 74-Jährige.

Deutschland müsse seine Export-Interessen im chinesischen Markt entschlossen wahrnehmen.

Schröder warnt die Bundesregierung vor dem Hintergrund des Handelsstreits zwischen China und den USA davor, Deutschland gegen chinesische Investoren abzuschotten. „Was spricht dagegen, wenn man einen chinesischen Investor hat, der nicht nur ein Finanzinteresse hat, sondern auch etwas mitbringt, nämlich verbesserte Chancen für das Unternehmen im chinesischen Markt?“, fragte er.

Für ihn gebe es eigentlich nur eine Grenze, und diese bestehe dort, wo es um militärische Ausrüstung gehe, so der Altkanzler weiter.

„Wir haben eine Vielzahl Investoren, deren industrielle Interessen weit zweifelhafter sind als die derer, die aus China kommen“, sagte Schröder. „Chinesische Investoren bringen wenigstens einen Markt mit. Das kann man von den Finanzinvestoren, den sogenannten Heuschrecken, nicht gerade sagen.“"

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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