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"SZ": Flüchtiger Wirecard-Manager womöglich österreichischer Agent

Archivmeldung vom 29.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Angela Parszyk bei pixelio.de
Bild: Angela Parszyk bei pixelio.de

Der flüchtige Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek soll laut Einschätzung deutscher Ermittler womöglich V-Mann des österreichischen Nachrichtendienstes gewesen sein.

Dem Generalbundesanwalt "liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass der österreichische Staatsangehörige Jan Marsalek von einem Mitarbeiter des österreichischen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) als Vertrauensperson geführt wurde", heißt es in der Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi (Linke), über die die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Das Bundeskanzleramt wollte sich nicht dazu äußern. Auch das österreichische Innenministerium, dem das BVT untersteht, wollte nicht Stellung nehmen, schreibt die SZ. Einen V-Mann ohne das Wissen der deutschen Behörden in einem DAX-Unternehmen zu platzieren, wäre ein Affront und könnte die deutsch-österreichischen Beziehungen belasten. "Die Kanzlerin sollte schleunigst zum Telefon greifen und Sebastian Kurz fragen was die Österreicher hier so treiben", sagte der Linkspartei-Abgeordnete De Masi. "Sollte sich der Verdacht erhärten, muss der österreichische Botschafter einbestellt werden." Jan Marsalek ist seit Juni untergetaucht. Nach ihm wird seit Monaten weltweit und öffentlich mit Fahndungsfotos gesucht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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