Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Weltgeschehen Teheran reichert erstmals Uran auf 60 Prozent an

Teheran reichert erstmals Uran auf 60 Prozent an

Archivmeldung vom 16.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Iran Flagge
Iran Flagge

Bild von Chickenonline auf Pixabay

Der Iran hat zum ersten Mal Uran bis auf 60 Prozent angereichert. Das gab der Vizepräsident des Landes und Chef der iranischen Atomenergiebehörde Ali Akbar Salehi bekannt. Bisher war in der Atomanlage Natans mit den neuen im Staat hergestellten Zentrifugen eine Anreicherung auf maximal 20 Prozent erfolgt. Dies berichtet das russische online Magazin „SNA News“ .

„In der Nacht zum Freitag haben wir Uran bis auf 60 Prozent angereichert und verfügen derzeit über neun Gramm (angereicherten Urans – Anm. der Red.)“, zitiert die Nachrichtenagentur Isna den iranischen Atomchef.

Wie Salehi dem TV-Sender IRIB TV1 erklärte, kann der Iran jede Stunde neun Gramm herstellen und das Anreicherungsniveau „sofort“ auf ein beliebiges Niveau steigern.

Wie Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi zuvor mitgeteilt hatte, will Teheran 60-prozentiges Uran zu medizinischen Zwecken nutzen. Konkret wird es bei der Herstellung von Molybdän verwendet, das für die Produktion von radiomedizinischen Präparaten erforderlich ist.

Wie der iranische Präsident, Hassan Rohani, erklärte, beschloss Teheran die Erhöhung der Anreicherung als Reaktion auf den Sabotageangriff auf die Atomanlage Natans am vergangenen Sonntag. Der Iran macht Israel für den Zwischenfall verantwortlich. Rohani betonte aber, dass das Atomprogramm des Irans friedlich angelegt sei und das Land keine Atomwaffe wolle. Teheran sei bereit, zur unstrittigen Anreicherung auf maximal 3,67 Prozent zurückzukehren, wenn das Abkommen von allen Partnern umgesetzt und die US-Sanktionen aufgehoben würden.

Das Wiener Abkommen verbietet dem Iran Atomrüstung, verwehrt ihm aber die zivile Nutzung der Kernkraft nicht. Die USA waren unter Präsident Donald Trump aus dem Abkommen ausgestiegen und hatten versucht, Teheran wirtschaftlich mit Sanktionen zu drangsalieren. Seinen Erfolg bei der Anreicherung meldete der Iran mitten in den Gesprächen über eine Wiederbelegung des Atomabkommens. "

Quelle: SNA News (Deutschland)

Videos
Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Vortrag von Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte armer in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige