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Syriens Präsident: Deutschland am Friedensprozess im Nahen Osten nicht interessiert

Archivmeldung vom 20.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Baschar Hafiz al-Assad Bild: Ricardo Stuckert/ABr / de.wikipedia.org
Baschar Hafiz al-Assad Bild: Ricardo Stuckert/ABr / de.wikipedia.org

syrische Präsident Baschar al-Assad hat Deutschland mangelndes Interesse am Friedensprozess im Nahen Osten vorgeworfen. In einem Interview der "Bild-Zeitung" sagte Assad, bisher könne Damaskus "ein Interesse Deutschlands am Friedensprozess nicht wirklich erkennen, besonders was Syrien angeht. Wir haben hier lange keinen hochrangigen deutschen Offiziellen mehr gesehen." Assad betonte: Deutschland gewinne Gewicht in der Region nicht durch seine mächtige Wirtschaft oder sein Militär, "sondern zuallererst durch starken politischen Willen." Es gebe allerdings keinen Dialog mit Deutschland - "wie wollen Sie dann eine Rolle spielen?", fragte der syrische Staatschef in dem "Bild"-Interview.

Zugleich stellte Assad das Bemühen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um den Frieden im Nahen Osten und ihre Haltung zu Syrien in Frage: "Ich habe überhaupt keinen Eindruck von ihr. Wir wissen nichts über sie, weil es in ihrer Politik keinen Dialog gibt... Um ehrlich zu sein: Ich habe keine Ahnung, was sie über die Beziehungen zu Syrien denkt. Ist sie daran interessiert oder nicht?"

Auf die Frage der "Bild-Zeitung", ob er die Kanzlerin schon einmal nach Syrien eingeladen habe, antwortete der syrische Präsident: "Sie würden doch auch niemanden einladen, von der Sie nicht das Gefühl haben, dass sie etwas für die Beziehungen tun will." Es gehe nicht nur um Einladungen und Besuche - "es geht darum, was beide Seiten wollen", meinte Assad. Er habe den Eindruck, dass sich die Bundesregierung "nur auf einige wirtschaftliche Aspekte" in den Beziehungen zu Syrien beschränke. "Aber was eine wirkliche Politik angeht - nichts, gar nichts. So ist die Situation", beklagte der syrische Staatschef.

Ausdrücklich lobte Assad dagegen die französische Nahost-Politik. Es werde zwar viel über die Rolle der EU im Nahen Osten geredet, doch "bisher bemüht sich nur Frankreichs Präsident Sarkozy um den Friedensprozess." So wie Frankreich sei auch Deutschland ein einflussreiches Land, "aber die  Rolle Deutschlands hängt vor allem vom Willen des Landes ab", zweifelte Assad die deutsche Bereitschaft an, sich für den Frieden im Nahen Osten einzusetzen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

 

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