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Sipri erwartet Zusammenrücken der Nato wegen Ukraine-Krise

Archivmeldung vom 16.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die Zentrale des SIPRI in Solna
Die Zentrale des SIPRI in Solna

Foto: Ghagmeyer
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Stockholmer internationale Friedensforschungsinstitut (Sipri) erwartet angesichts des Ukraine-Konflikts eine deutlich stärkere militärische Zusammenarbeit in der Nato. Sipri-Leiter Ian Anthony sagte im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Ich rechne damit, dass auf dem Nato-Gipfel im September neue Initiativen und die Stärkung bestehender Programme verkündet werden."

Als wahrscheinlich bezeichnete er regelmäßigere Übungen mit mehr Nato-Ländern zur Territorialverteidigung gegen Aggressionen von außen. Außerdem erwartet der Sipri-Direktor einen "stärkeren militärischen Fußabdruck der USA in Europa", etwa in Form von Depots mit amerikanischer Militärausrüstung. "Solche Dinge stehen jetzt eindeutig auf der Agenda. Worüber entschieden werden muss, ist die Größenordnung", sagte Anthony.

Mit der Annexion der Krim durch Russland und den Kämpfen in der Ostukraine hätte sich die Beziehung zwischen Russland und den meisten anderen europäischen Ländern verändert. "Wir beginnen gerade erst zu verstehen, welche Konsequenzen das hat", sagte der Wissenschaftler der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Anfang der Neunzigerjahre vereinbarte Grundsatz, dass Grenzen in Europa nur noch friedlich verändert werden dürften, stehe nun infrage.

Mit einer breiten westeuropäischen und amerikanischen Aufrüstung, wie sie teils von Nato-Offiziellen gefordert wird, rechnet Anthony hingegen nicht. Realistisch sei, dass der Westen seine Rüstungsausgaben wegen der Spannungen mit Russland stabilisiere, statt sie weiter zu senken wie in den vergangenen Jahren. Ausnahmen sieht der Sipri-Chef in Polen und in baltischen Staaten, die sich gegenüber Russland für besonders verwundbar halten. Diese Länder hätten ihre Militärausgaben zuletzt gesteigert.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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