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Merkel wegen Meldungen über russische Truppen in Ukraine besorgt

Archivmeldung vom 07.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Angela Merkel
Angela Merkel

Foto: César
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist wegen der angeblichen russischen Truppenbewegungen auf ukrainischem Staatsgebiet ernsthaft besorgt. Die Kanzlerin habe "ihre ernste Besorgnis" über jüngste Meldungen, die von erneuten russischen Truppenbewegungen in der Ukraine sprechen, in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zum Ausdruck gebracht, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag mitteilte.

 In dem Telefonat habe sich Merkel demnach über die aktuellen Entwicklungen in der Ostukraine informiert. Insbesondere die sich aufgrund anhaltender Kämpfe weiter verschlechternde humanitäre Lage in den von den Separatisten kontrollierten Gebieten sei Thema gewesen.

Die Kanzlerin und Poroschenko bekräftigten in ihrem Telefonat die Notwendigkeit, eine umfassende Waffenruhe und alle weiteren Punkte der Minsker Vereinbarung umgehend umzusetzen, so Seibert weiter. Der Stadtrat von Donezk teilte unterdessen mit, dass einzelne Stadtbezirke in der Nacht auf Freitag vom ukrainischen Militär unter Beschuss genommen wurden.

Bei Kampfhandlungen am Donnerstag seien 15 Menschen verletzt worden. Das ukrainische Militär hatte zuvor behauptet, eine Kolonne von 32 Panzern sei von Russland aus in die Ukraine eingedrungen. Zudem hätten 16 Artilleriesysteme sowie 30 Lastwagen mit Munition und Kämpfern die Grenze zu der von Separatisten kontrollierten Region Luhansk überquert. Moskau wies die "Vorwürfe aus Kiew" als "Provokation" zurück. Derartige Behauptungen würden auf Grundlage von Gerüchten im Internet ohne jeden Beweis aufgestellt, sagte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur Interfax.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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