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EU-Kommissarin: Autobranche nicht krimineller als andere

Archivmeldung vom 22.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Jens Märker / pixelio.de
Bild: Jens Märker / pixelio.de

Trotz neuester Fälle von illegalen Absprachen in der Automobilindustrie hält die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Branche nicht für per se krimineller als andere. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte die Dänin, "wenn es nur sehr wenige Anbieter in einem Sektor gibt, besteht die Verlockung, sich den Markt aufzuteilen". Man handele nach dem Motto "Du nimmst den Osten, ich den Westen". Aber die "Häufung liegt nicht spezifisch an den Branchen Technologie und Automobil, sondern an der Struktur und der Art ihrer Produkte".

Für relevanter als in der Automobilbranche hält es Vestager, gegen Wettbewerbsverstöße in der Digitalwirtschaft und der Energiebranche vorzugehen. "Alles wird digitalisiert. Wenn Dinge sich in einem solchen Ausmaß ändern, ist es besonders wichtig, ein Auge auf die Regeln zu haben", erklärte die EU-Kommissarin. "Meine zweite Priorität gilt der Energie. Der Sektor ist ebenfalls einem grundlegenden Wandel unterworfen." Auf beiden Feldern sei ihre Behörde daher "besonders aufmerksam".

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die EU-Kommission Millionenstrafen gegen die deutschen Automobilzulieferer Bosch und Continental verhängt hat. Bosch habe sich mit japanischen Mitbewerbern über Lieferbedingungen von Zündkerzen verständigt und gemeinsam mit Continental und dem Zulieferer ZF TRW Preise für Bremssysteme abgesprochen. Die Kommission ermittelt gegenwärtig ferner wegen technischer Absprachen der Automobilhersteller VW/Audi/Porsche sowie Daimler und BMW.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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