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Volksverteidigungseinheiten YPG nimmt mehrere deutsche Dschihadisten fest

Archivmeldung vom 19.04.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.04.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
YPJ-Kämpferin, während des Kampfes gegen IS (Symbolbild)
YPJ-Kämpferin, während des Kampfes gegen IS (Symbolbild)

Foto: 1989
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die kurdische YPG-Volksverteidigungseinheit hat nach eigenen Angaben mehrere deutsche Dschihadisten in Nord-Syrien festgenommen. Insgesamt rund 400 ausländische IS-Kämpfer seien im Gewahrsam der YPG-Miliz, darunter auch "einige wenige" Deutsche, sagte ein Sprecher des Parteienbündnisses Tev-Dem, welches die Region kontrolliert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Ein YPG-Sprecher nannte die Gefangenen eine zunehmende Belastung für die Kurdenmiliz. Die YPG sei im Kontakt mit den Regierungen der Herkunftsländer der Gefangenen. "Sie sagen uns immer wieder, dass sie sie herausholen, aber sie tun es nicht." Er wünsche sich, dass die YPG mehr Unterstützung wegen der Gefangenen bekomme, unter denen sich "extrem gefährliche Menschen" befänden. "Die UNO sollte sich dafür einsetzen und Schritte einleiten. Wir wissen nicht, wie lange diese Situation seitens der YPG beherrscht werden kann." Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, man habe zwar "Kenntnis von Fällen deutscher Staatsbürger, die sich in Nord-Syrien in Gewahrsam befinden sollen", aber keine eigenen Erkenntnisse. Auch die genaue Zahl der deutschen Gefangenen in Nord-Syrien sei nicht bekannt. Da die Botschaft in Damaskus geschlossen sei, sei ein konsularische Betreuung der Gefangenen "faktisch derzeit nicht möglich". Im benachbarten Irak sind derzeit zehn Deutsche inhaftiert.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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