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Genscher: Atom-Vereinbarung mit Iran hat weittragende Bedeutung

Archivmeldung vom 26.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Hans-Dietrich Genscher / Bild: fdp-bw.de
Hans-Dietrich Genscher / Bild: fdp-bw.de

Der FDP-Ehrenvorsitzende Hans-Dietrich Genscher spricht der Atomvereinbarung mit dem Iran eine weittragende Bedeutung zu. "Das heißt nicht, dass der Konflikt um das iranische Atomprogramm gelöst ist, aber es bedeutet: die Lage ist entkrampft, eine Lösung ist möglich geworden", schreibt Genscher in einem Gastbeitrag für die "Mitteldeutsche Zeitung".

Welche Motive Hassan Rohani, den neuen Präsidenten in Teheran, bewegten, stehe nicht zur Debatte, sondern allein die Tatsache, dass er es mit seiner Politik der Öffnung ernst meine. "Für die deutsche Außenpolitik und für Deutschland als einzigem Akteur zusammen mit den ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrates ist das Ergebnis ein eindrucksvoller Erfolg", betonte Genscher. "Die deutsche Außenpolitik hat sich als wirkungsvoll erwiesen, weil sie langfristig angelegt, von Vorurteilen frei durch Stetigkeit überzeugt hat."

Avi Primor lobt Atom-Vereinbarung mit dem Iran

Der langjährige Botschafter Israels in Deutschland, Avi Primor, hat das Genfer Atom-Abkommen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland gegen Kritik verteidigt. "Ich halte das für richtig und vernünftig", sagte Primor dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Er ergänzte: "Das Abkommen wird funktionieren, wenn der Iran davon ausgehen muss, dass die Großmächte die Sanktionen sofort wieder verschärfen werden, sobald er sein Atomprogramm fortführt. Die Vereinbarung ist ein guter erster Schritt, sofern die 5+1-Gruppe ihre Wachsamkeit, ihren Willen und ihre Beharrlichkeit nicht verliert."

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hatte die Vereinbarung vom Sonntag zuvor als "historischen Fehler" bezeichnet und bekräftigt, notfalls im Alleingang mit militärischen Mitteln gegen die iranischen Atomanlagen vorzugehen. Primor war in den 1990er Jahren Botschafter in Deutschland und leitet heute die Israelische Gesellschaft für Auswärtige Politik.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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