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„Entbehrt jeder Logik“: Giftgas-Attacke soll Assad in die Schuhe geschoben werden

Archivmeldung vom 05.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Syrien: „Nieder mit Baschar al-Assad“. Regierungskritisches Graffito aus der ersten Zeit des Aufstandes.
Syrien: „Nieder mit Baschar al-Assad“. Regierungskritisches Graffito aus der ersten Zeit des Aufstandes.

Foto: Flickr upload bot
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ein Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Regierung, dazu noch gegen die eigenen Bürger, entbehrt laut dem Politologen, Arabist und Generaldirektor der arabischsprachigen Zeitung „Al-Wafag“, Mosib Naimi, jeder Logik. Daher habe eine solche Entscheidung nicht getroffen werden können, sagte er im Gespräch mit Sputnik.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" meldet weiter: "Der Politikwissenschaftler erinnerte daran, dass Syrien sich im Jahr 2013 zur Vernichtung seines C-Waffen-Arsenals verpflichtet hatte. Die syrische Regierung habe diese Verpflichtung auch erfüllt, was von den Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) bestätigt worden sei.

„Daher sind alle Behauptungen, die syrische Regierung sei für die mutmaßliche Giftgasattacke in Idlib verantwortlich, absurd.“ Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios sei gleich Null.

Wie Naimi weiter betonte, gibt es bisher keine offiziellen Angaben, die die Durchführung einer Giftgasattacke beweisen würden. „Zudem gibt es einen allgemein bekannten und bestätigten Fakt, dass vor kurzem Chemiewaffen und deren Bestandteile in Mossul, in der Provinz Idlib sowie im Norden Syriens entdeckt worden waren. Sie wurden von Kämpfern der Terrorgruppierungen zurückgelassen.“

Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad hat laut dem Politologen kein Interesse an solchen Handlungen, jetzt wo sich die Lage an der Front verbessert und die feindlichen Kräfte sich zurückziehen oder Niederlagen erleiden.

Naimi hob in diesem Zusammenhang auch die Rolle Moskaus hervor: „Russland hat als Schlüsselspieler, der über die Lage an der syrischen Front informiert ist, ebenfalls Informationen zu einem Angriff der (syrischen – Anm. d. Red.) Luftwaffe bzw. deren Verwicklung in diese Giftgasattacke dementiert.“

Die Vorwürfe sähen eher nach einer billigen Propaganda aus. Es bestehe zwar die Möglichkeit, dass C-Waffen gegen die syrischen Zivilisten tatsächlich eingesetzt worden seien. Doch dies heiße noch längst nicht, dass dahinter die syrische Regierungsarmee stehe.

„Wahrscheinlich wurden sie (Chemiewaffen – Anm. d. Red.) von bewaffneten Kämpfern eingesetzt, die an mehreren Fronten Niederlagen erleiden und fliehen. Ihr Ziel ist es, die Attacke gegen die Regierung zu nutzen, um sie in den Augen der Öffentlichkeit zu diskreditieren und eine Grundlage für die Rechtfertigung der eigenen Niederlage zu schaffen“, so Naimi. Es gebe keine glaubwürdige Erklärung, warum die syrische Regierung, die sich zur Vernichtung ihrer Chemiewaffen verpflichtet habe, so einen wahnsinnigen Schritt unternehmen würde."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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