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Ebola-Epidemie wirft Sierra Leone um Jahre zurück

Archivmeldung vom 13.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sierra Leone
Sierra Leone

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Folgen der Ebola-Epidemie im westafrikanischen Sierra Leone sind noch deutlich spürbar. "Schon vor der Epidemie hatte Sierra Leone ein schlechtes Gesundheitssystem. Der Ebola-Ausbruch hat die Situation nochmal verschärft", sagt Dennis Wellmann, Projektleiter des Straßenkinderprojektes »Pikin Paddy« der Hilfsorganisation Cap Anamur in Sierra Leone, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe). "Zahlreiches medizinisches Personal ist an der Epidemie verstorben. Im Moment fehlt es an Fachärzten, an Medikamenten und an Material. Hinzu kommt, dass das System in seiner Verwaltung ineffizient ist und Korruption den Wiederaufbau behindert", so der 38-Jährige. Die Epidemie habe "das Land in seiner Entwicklung erneut um Jahre zurückgeworfen."

Als einziger Ausländer im Programm koordiniert Wellmann in der Hauptstadt Freetown seit rund einem Jahr 25 Mitarbeiter, darunter hauptsächlich Betreuer und Sozialarbeiter. Das Ziel der Hilfsorganisation ist es, Straßenkinder zwischen sechs und 14 Jahren in ihre Familien zurückzubringen. "Wir fahren nachts hinaus in die Slums und versuchen, dort Straßenkinder ausfindig zu machen. Wir fragen die Kinder dann, warum sie auf der Straße leben und nicht bei ihren Familien. Anschließend bieten wir ihnen an, zu uns ins Projekt zu kommen", beschreibt er das Vorgehen von "Pikin Paddy".

Quelle: neues deutschland (ots)

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