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Falsche Verurteilungen: Stadt New York entschädigte Justizopfer

Archivmeldung vom 17.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
(Symbolbild)
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Stadt New York City hat seit 2010 insgesamt 325,4 Millionen US-Dollar an Strafgefangene gezahlt, die falsch verurteilt worden waren und erst Jahrzehnte danach freigesprochen wurden. Das geht aus Dokumenten hervor, über die die "Welt am Sonntag" berichtet. Der Finanzaufseher der Stadt bestätigte die Summe.

Hintergrund sei jeweils eine fragwürdige Polizeiarbeit oder Fehlverhalten von Strafverfolgern. Weil die falsch Verdächtigten keinen fairen Prozess erhielten oder für Taten verurteilt wurden, die sie nicht begangen hatten, schloss die Stadt mehrere Vergleiche, zuletzt Anfang Oktober 2018, berichtet die Zeitung. Es gebe Missstände in der US-Justiz, insbesondere gehe es um den Fall eines ehemaligen New Yorker Polizisten, dessen Ermittlungen in den Achtziger- und Neunzigerjahren in Zweifel stünden, berichtet die "Welt am Sonntag".

Mindestens 14 Falschverurteilte hätte dieser Polizist verhört oder verhaftet. Die Vergleichszahlungen allein in diesen 14 Fällen beliefen sich auf rund 40 Millionen Dollar. Inzwischen befasse sich eine Sonderkommission mit der Aufarbeitung solch zweifelhafter Fälle. werden derzeit rund 100 Fälle auf fragwürdige Schuldsprüche geprüft, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eigene Informationen. "Diese Menschen sind das Opfer von Massenverhaftungen, insbesondere junge, schwarze Männer. Ein Kollateralschaden im Kampf gegen das Verbrechen", sagte der Menschenrechtsanwalt Ron Kuby aus Manhattan. Kuby fordert eine Revolution der US-Justiz und kritisiert die Gefahr eines institutionellen Rassismus.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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