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PR-Firma organisierte Kampagne für Freilassung von Tymoschenko

Archivmeldung vom 18.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Julija Tymoschenko spricht am 22. Februar 2014 auf dem Maidan zu den Demonstranten
Julija Tymoschenko spricht am 22. Februar 2014 auf dem Maidan zu den Demonstranten

Foto: Mstyslav Chernov/Unframe/http://www.unframe.com/
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Eine professionell zusammengestellte Berliner Lobbygruppe soll ab 2011 eine Kampagne zur Freilassung von Julija Tymoschenko organisiert haben. Das schreibt der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe. Zum deutschen Stab zählte eine Berliner PR-Firma.

Als Gesicht der Kampagne wählte die Gruppe laut des Berichts angeblich Tymoschenkos Tochter Jewhenija. Sie sollte die "humanitären und emotionalen Aspekte" des PR-Feldzugs personifizieren, so das Magazin. Mit ihrer Hilfe wollte die Lobbyistengruppe die "mitleidende Stimmung der Medien" unterstützen und den Fall Tymoschenko zu einem "trendy Thema" machen, zitiert das Blatt aus Unterlagen. Tymoschenkos Tochter traf damals Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Gespräch. Ausweislich einer internen Terminübersicht kam die Gruppe mit weiteren Regierungsvertretern zusammen, etwa dem deutschen Botschafter in Kiew.

Ein "Bild"-Interview mit Tymoschenkos Tochter feierten die PR-Leute laut internen Unterlagen als "große Arbeit" und "Riesending". Über ihren Auftritt im ZDF-"Morgenmagazin" schrieben sie: "Das schaut ganz Deutschland."

Finanziert wurde der PR-Feldzug von einem heutigen hochkarätigen ukrainischen Minister. Der damalige Parteifreund Tymoschenkos überwies im Dezember 2011 internen Papieren zufolge 250.000 Euro an die PR-Gruppe, weitere 250.000 Euro sollten laut Vertrag folgen. Ein Regierungssprecher erklärte auf Anfrage, die genannten Akteure hätten "weder auf die Politik der Bundesregierung gegenüber der Ukraine" noch auf das Vorgehen "im Fall der damals inhaftierten Julija Tymoschenko" Einfluss genommen. Julija Tymoschenko wollte sich zu den Hintergründen der Kampagne nicht äußern.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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