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Schäuble lehnt Zinsgarantie für Griechenland ab

Archivmeldung vom 13.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Jens Bredehorn / pixelio.de
Bild: Jens Bredehorn / pixelio.de

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lehnt eine Zinsgarantie für Griechenland ab. "Das wird es mit uns nicht geben", heißt es im Ministerium.

Als Schuldenerleichterung für Griechenland hatte der europäische Rettungsschirm ESM Anfang der Woche vorgeschlagen, die Zinsen für Hilfskredite bis 2050 bei zwei Prozent einzufrieren, unabhängig davon, wie sich die Marktzinsen entwickeln. Steigen sie über die Marke von zwei Prozent, sollen sie nach den ESM-Überlegungen allerdings nur gestundet werden. Die griechische Regierung müsste sie also nach Auslaufen des Kredits auf einen Schlag zurückzahlen, um zu vermeiden, dass es zu einer Schuldenübernahme durch die Kreditgeber kommt.

Das deutsche Finanzministerium hält diese Konstruktion für nicht praktikabel. Niemand glaube, dass Griechenland die auflaufenden Zinsverpflichtungen am Ende erfüllen könne, heißt es dort, so der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe. Würde der Marktzins auf vier Prozent steigen, würde sich die Höhe der Rückzahlung eines Kredits mit 30 Jahren Laufzeit fast verdoppeln. Über längere Kreditlaufzeiten, niedrigere Zinsen und einen Zahlungsaufschub für Griechenland will Schäuble zwar mit sich reden lassen, allerdings erst 2018, wenn das Hilfsprogramm abgeschlossen ist.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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