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Erneute Überschwemmungen in Mexiko

Archivmeldung vom 06.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/nph deutschland e.V."
Bild: "obs/nph deutschland e.V."

Erneut gibt es Unwetter in Mexiko: Am Montag überzog Tropensturm "Sonja" die Westküste. Schwere Regenfälle sorgten für Überschwemmungen. Auch im Südosten wurden Straßen überflutet. Wie örtliche Medien berichteten stand im Badeort Cancún das Wasser bis zu einem halben Meter hoch. Bereits im September war es in Mexiko zu schweren Unwettern gekommen. Fast eine Woche lang wurde das Land von zwei Wirbelstürmen in die Zange genommen.

An der Westküste wütete "Manuel" und im Osten sorgte "Ingrid" für Zerstörungen. Rund 160 Menschenleben kosteten die Stürme und mehr als eine halbe Million Wohnungen wurden beschädigt. Die Folgen sind bis heute greifbar: In den Bundesstaaten Guerrero und Morelos hungern zahlreiche Menschen. "Guerrero zählt zu den ärmsten Bundesstaaten in Mexiko. Viele Menschen, die dort leben, haben durch die Überschwemmungen ihr weniges Hab und Gut verloren. Sie hungern ebenso wie die Menschen im benachbarten Morelos", sage Grisel Orozco, Mitarbeiterin bei nph deutschland, Karlsruhe. "Die Flutopfer sind auf Hilfe angewiesen." Das Kinderhilfswerk nuestros pequeños hermanos (nph) unterstützt Not leidende Menschen in den betroffenen Regionen.

So erhielt die Familie von Noeli Lebensmittellieferungen aus dem Kinderdorf. Sie ist arm und lebt im Bundesstaat Morelos, der von den Wirbelstürmen "Manuel" und "Ingrid" schwer getroffen wurde. In dessen Hauptstadt Cuernavaca ist die Zentrale des Kinderhilfswerks beheimatet und dort befindet sich auch das Schülerwohnheim. Nach den Stürmen arbeitete nph eng mit den bundesstaatlichen Behörden von Morelos zusammen: Die Organisation stellte Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente zur Verfügung, die durch die Frauenbeauftragte in Huajintlan verteilt wurden. Der Ort, in dem rund 1.700 Menschen leben, liegt am Fluss Amacuzac. Er war durch die Unwetter über die Ufer getreten und hatte zahlreiche Häuser überschwemmt. "Die Menschen sind sehr dankbar für diese unkomplizierte Hilfe", sagt Orozco.

Neben der Hilfe für die Flutopfer ist nph mexiko derzeit vor eine weitere große Herausforderung gestellt: Im Kinderdorf in Miacatlán, im Studentenwohnheim in Monterrey und im Schülerwohnheim in Cuernavaca sind inzwischen 20 nph-Schützlinge an Dengue-Fieber erkrankt. Dabei handelt es sich um eine Infektion mit dem Dengue-Virus. Es wird durch den Stich einer Mücke übertragen. Die Symptome der Krankheit ähneln denen einer Grippe, doch bei besonders schweren Krankheitsverläufen kann es zu inneren Blutungen und zum Tod kommen. Alle Patienten werden medizinisch versorgt und bestmöglich therapiert, so dass sie schnell genesen können.

Quelle: nph deutschland e.V. (ots)

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