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Deutsche US-Investitionen könnten um 39 Milliarden Euro steigen

Archivmeldung vom 13.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Geldberg
Geldberg

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die geplante Steuerreform in den USA wird auf Investitionen eine massive Sogwirkung entfalten. Davon sind Ökonomen fest überzeugt: "Der Steuerwettbewerb wird eine neue Dimension bekommen", sagte ZEW-Unternehmensteuerexperte Christoph Spengel dem "Handelsblatt".

Erstmals hat Spengel jetzt gemeinsam mit einer Forschergruppe der Universität Mannheim die Dimension dieses Sogs für Deutschland berechnet: Der Wert der deutschen Direktinvestitionen in den USA könnte infolge der Trump-Reform mittelfristig um 39 Milliarden Euro steigen. Umgekehrt ist der Effekt eher gering: Die US-Investitionen in Deutschland dürften weiter steigen, allerdings nur mehr um mäßige 6,3 Milliarden Euro auf dann 77 Milliarden Euro, berichtet die Zeitung unter Berufung auf die Studie. Noch in diesem Jahr wollen sich die beiden Kammern des US-Kongresses auf die von US-Präsident Donald Trump verlangte Steuerreform einigen, die eine Steuersatzsenkung für Unternehmen von 35 auf 20 Prozent verspricht.

Für ihre Studie haben die Ökonomen zunächst den Wert der Direktinvestitionen auf Basis der Jahre 2008 bis 2012 berechnet und darauf dann modellhaft die Folgen einer massiven Senkung der Unternehmenssteuern angewendet. Das Ergebnis: Ohne Trumps Reform beträgt der Wert der deutschen Investitionen in den USA 155 Milliarden Euro, durch die Reform würde er um die erwähnten 39 Milliarden Euro auf 194 Milliarden Euro steigen. Spengel verlangt, dass die neue Bundesregierung reagiert und ebenfalls die Firmen entlastet. "Deutschland ist nunmehr angehalten sein System der Unternehmensbesteuerung wettbewerbsfähig zu halten", sagte er. Der kombinierte Satz von Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer müsse nicht unbedingt auf 20 Prozent gesenkt werden: Helfen würden auch die Abschaffung des Solidaritätszuschlags sowie bessere Verlustabschreibungsmöglichkeiten und eine steuerliche Forschungsförderung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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