Polen-Beauftragter nennt Grenzkontrollen "schwere Belastung"
Archivmeldung vom 07.07.2025
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.07.2025 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.
Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Foto: Urheber
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.
Der Polen-Beauftragte der Bundesregierung, der CDU-Bundestagsabgeordnete Knut Abraham, nennt die am Montag angelaufenen polnischen Kontrollen an der Grenze zu Deutschland eine "schwere Belastung" für die Grenzregion. "Für die Grenzregion, die in 35 Jahren zu einem prosperierenden deutsch-polnischen Verflechtungsraum geworden ist, stellen die Grenzkontrollen eine schwere Belastung dar", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".
"Auch darüber hinaus hängen wichtige Produktions- und Lieferketten an dem Erfordernis behinderungsfreien Grenzverkehrs."
Abraham
nannte die Binnen-Grenzkontrollen "derzeit politisch erforderlich, um
das Umdenken in der Migrationsfrage zu dokumentieren". Er sagte dem RND:
"Eine Lösung der Herausforderungen durch die Migration liegt aber darin
nicht. Die liegt nur in einem gemeinsamen Vorgehen an den Außengrenzen.
Hierzu sollten Polen und Deutschland gemeinsam vorangehen."
Abraham
appellierte an beide Seiten, die Kontrollen möglichst störungsfrei zu
gestalten: "Kurzfristig sollten mehr Kontrollspuren eröffnet, gemeinsame
deutsch-polnische Kontrollpunkte eingerichtet, mehr Kontrollen im
Hinterland durchgeführt werden. Damit sich herumspricht, dass illegale
Grenzübertritte nicht zum Erfolg führen." Eine Verfestigung der
Kontrollen aber müsse im beiderseitigen Interesse Deutschlands und
Polens vermieden werden.
Quelle: dts Nachrichtenagentur