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Rote Linien waren gestern – EU will Tausende ukrainische Soldaten ausbilden

Archivmeldung vom 10.10.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.10.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Infanterie Parade (BRD)
Infanterie Parade (BRD)

Bild: Eigenes Werk/ OTT

Zwar ist weiterhin von zu viel Zurückhaltung bei militärischer Hilfe die Rede – deutsche Medien prangern weiter Berlins Zaudern an. Doch nun wird jegliche Vorsicht offenbar aufgegeben. Die EU will 15.000 ukrainische Soldaten ausbilden. Berlin zeigt sich besonders großzügig. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Dass Brüssel der Ukraine weitere Milliarden für Waffenlieferungen zur Verfügung stellen will, klingt mittlerweile beinahe wie eine Endlosschleife. Ebenso wie Forderungen aus der Ukraine nach mehr Hilfen und Übernahme der Positionen Kiews durch alle anderen Staaten.

Neu ist aber, dass künftig rund 15.000 ukrainische Soldaten auf europäischem Boden ausgebildet werden sollen. Es gebe eine entsprechende Einigung des Politischen und Sicherheitspolitischen Komitees (PSK), hieß es am Sonntag.

Wie das Springerblatt Welt am Sonntag (WamS) unter Berufung auf das interne Krisenmanagementkonzept des Europäischen Auswärtigen Dienstes für eine EU-Trainingsmission berichtet, solle die Ukraine damit in die Lage versetzt werden, "Kampfoperationen zur Verteidigung der territorialen Integrität und Souveränität eigenständig durchzuführen".

Dabei erkennen die EU-Beamten sogar selbst an, dass die Ausbildungsmission von Moskau als "eskalatorischer Schritt" angesehen werden könne.

Doch das Gebot der Hilfe der EU für die Ukraine ergebe sich daraus, dass die massive internationale Unterstützung bisher nicht ausreiche und "die Bedürfnisse der Ukraine ... ihre aktuellen Fähigkeiten" übersteigen.

Deutschland soll demnach ukrainische Soldaten in einem Gefechtssimulationszentrum ausbilden, einschließlich "ukrainischer Ingenieure, Sanitäter und anderer Spezialisten", wie es bereits früher im Spiegel hieß.

Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala hatte nach einem informellen EU-Gipfel am Freitag bereits gesagt, er begrüße eine Einigung über eine Trainingsmission für ukrainische Truppen, ohne jedoch eine konkrete Zahl zu nennen. Wie die WamS und der Spiegel berichten, sollen unter anderem Deutschland und Polen die ukrainischen Soldaten ausbilden. Das Hauptquartier der Mission werde sich in Polen befinden, während einzelne Programme in anderen EU-Ländern durchgeführt werden, hieß es früher. Aktuell gibt es Berichte, wonach es auch ein Einsatz-Hauptquartier in Deutschland geben soll. Auch in anderen EU-Ländern seien Lehrgänge geplant.

Bislang war das Vereinigte Königreich das einzige Land, das im Rahmen der Operation Interflex ukrainische Soldaten ausbildet."

Quelle: RT DE

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