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Spitzel-Imame aus Deutschland in die Türkei zurückbeordert ehe Strafverfolgung erfolgen konnte

Archivmeldung vom 25.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
DITIB-Moschee in Aachen-Ost im September 2015
DITIB-Moschee in Aachen-Ost im September 2015

Foto: ArthurMcGill
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

In der Spitzel-Affäre um die Türkisch-Islamische Anstalt für Religion (Ditib) soll der Moscheeverband nach Informationen von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Kölnischer Rundschau" zwei Prediger bereits Mitte Dezember aus ihren Gemeinden zurück in die Türkei beordert haben. Ihnen wird vorgeworfen, sich an den Bespitzelungen beteiligt zu haben.

Die Rückbeorderung geschah offenbar, um sie vor einer möglichen Strafverfolgung zu schützen. Es soll sich dabei um die Imame aus Bergneustadt und Engelskirchen handeln, wie die beiden Zeitungen berichten.

Das NRW-Schulministerium will in der Affäre die Ermittlungen der Generalbundesanwaltschaft abwarten, bevor es Konsequenzen zieht. "Konsequenzen sind auf der Grundlage von Tatsachen zu ziehen", sagte eine Sprecherin dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Die Landesregierung habe Ditib-Vertretern bereits deutlich gemacht, dass sie "von allen Organisationen Türkeistämmiger, mit denen sie zusammenarbeitet, erwartet, dass diese sich nicht an Spitzel-Aktionen oder ähnlichem beteiligen".

Möglich wäre, dass die Zusammenarbeit mit der Ditib im Beirat für islamischen Religionsunterricht an Schulen beendet wird. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte zuvor berichtet, dass sich unter den 28 Personen, die von Predigern der Ditib bespitzelt und als angebliche Anhänger der Gülen-Bewegung bei der türkischen Religionsbehörde Diyanet denunziert wurden, auch fünf Lehrer an staatlichen Schulen befinden.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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