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Roth: "Europa hat seine Werte verschachert"

Archivmeldung vom 29.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Claudia Roth (2013)
Claudia Roth (2013)

Foto: Harald Krichel
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Grünen-Politikerin und Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth hat das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei scharf kritisiert. "Europa hat mit diesem Abkommen seine Seele verloren und seine Werte verschachert", sagte sie den mehr als 30 Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Europa schere "sich nicht mehr um den Schutz Geflüchteter, sondern nur darum, wie es sich selbst vor Geflüchteten schützen kann".

Roth befürwortete die vereinbarte finanzielle Unterstützung für die Türkei, weil das Land mehr Flüchtlinge aufgenommen habe als alle Länder der EU zusammengenommen. "Aber der Austausch syrischer Flüchtlinge ist eine aberwitzige Konstruktion, ein unglaublich schmutziger Menschenhandel", betonte Roth. Zudem habe sich Europa "einem Schweigegelübde gegenüber der Türkei verpflichtet: Kein kritisches Wort mehr über die innenpolitischen Verhältnisse, die auf eine Autokratie Erdogans hinauslaufen". So mache die EU sich "mitschuldig am Abbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei".

Mit Blick auf die Flüchtlingskrise in Griechenland forderte Roth, die Bundesregierung müsse "sofort 28 000 Flüchtlinge direkt aus Griechenland übernehmen, was dem deutschen Anteil an der EU-weiten Verteilung von 160 000 Flüchtlingen entspricht".

Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland (ots)

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