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Notlandung in Moskau: Luftfahrtexperte nimmt Piloten in Schutz

Archivmeldung vom 07.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Flug 4590 der Air France verunglückte am 25. Juli 2000
Flug 4590 der Air France verunglückte am 25. Juli 2000

Lizenz: Fair use
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach der Notlandung eines brennenden Flugzeugs in Moskau mit 41 Toten hält der Hamburger Luftfahrtexperte Cord Schellenberg eine ähnliche Ursache wie beim Concorde-Absturz im Jahr 2000 für denkbar.

Es gebe "mindestens drei Varianten", die in Frage kämen, sagte der Vize-Präsident des Luftfahrt-Presse-Clubs den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bei der Concorde-Katastrophe war die Maschine beim Start mit einem auf der Rollbahn liegenden Metallteil kollidiert, was eine Explosion des Treibstofftanks verursacht hatte.

"Es ist auch denkbar, dass sich durch die Wucht der Landung ein Teil des eigenen Fahrwerks gelöst und den Tank beschädigt hat", so Schellenberg. Auch sei es möglich, dass das Feuer schon während des Fluges ausgebrochen ist. Schellenberg äußerte sich zu Medienberichten, wonach der Pilot vor der Landung kein Kerosin abgelassen habe, was das Gewicht der Maschine verringert hätte. "Dazu muss man wissen, dass in der Regel nur große Langstreckenflugzeuge entsprechende Düsen besitzen. Bei Regionalflugzeugen wie dem Suchoi Superjet 100 ist so eine Vorrichtung unüblich." Den Piloten treffe insofern wohl keine Schuld.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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