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Letzte Versorgungsstraße nach Aleppo durch IS geblockt

Archivmeldung vom 30.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Syrien: A destroyed tank on a road in Aleppo.
Syrien: A destroyed tank on a road in Aleppo.

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

"Wir haben nicht mit einer erneuten Belagerung und der Kappung der Hauptversorgungsroute gerechnet", erklärt Rani Rahmo, nationaler Direktor der SOS-Kinderdörfer in Syrien. Die Lage in Aleppo spitze sich dramatisch zu, seit vor sechs Tagen der IS die letzte verbliebene Versorgungsroute der syrischen Millionenstadt kappte. 50.000 Menschen flohen allein in diesem Monat aus der Stadt.

"Es fahren keine Autos mehr. Nichts und niemand kommt mehr rein noch raus. Aus Sicherheitsgründen ist nach Sonnenuntergang niemand mehr auf der Straße. Der starke Granatbeschuss der letzten Tage zerstörte viele Häuser. Viele Menschen starben dabei", berichtet Rani Rahmo. Auch die SOS-Nothilfe-Kita ist von der Belagerung betroffen. "Wir haben noch Kraftstoffreserven für ein paar Tage, danach haben wir keinen Strom mehr", so der SOS-Direktor.

Aleppo ist seit langem auf die Stromversorgung durch Generatoren angewiesen. Die erneute Belagerung treibt die Preise nicht nur für Benzin, Gas und Diesel explosionsartig in die Höhe. Ein Kilo Tomaten kostete vor einer Woche noch 75 Lira (30 Cent). Heute sind es bereits 1000 Lira (4 Euro). Ähnlich steht es um die Preise für Fleisch. Wasser bekommen die Menschen in Aleppo nur noch alle zehn Tage. "Wir haben bei SOS einen eigenen Brunnen, der uns unabhängig macht und der viele Anwohner zusätzlich versorgt", sagt Rani Rahmo.

"Die Bewohner bereiten sich auf eine längere Belagerung vor. All unsere Hoffnung setzen wir allerdings alle auf ein schnelles Ende dieser Situation", so der nationale Direktor, Rani Rahmo. "Welche andere Chance haben wir auch?"

Die SOS-Kinderdörfer weltweit betreuen in Syrien kriegstraumatisierte Kinder in vier Einrichtungen in Damaskus und Aleppo. Weiterhin unterstützt SOS Familien mit dringend notwendigen Hilfsgütern wie Medikamenten, Winterkleidung und Lebensmitteln.

Quelle: SOS-Kinderdörfer weltweit/Hermann-Gmeiner-Fonds (ots)

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