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Michelle Müntefering verteidigt Armenier-Resolution

Archivmeldung vom 31.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Michelle Müntefering Bild: Jens Matheuszik, on Flickr CC BY-SA 2.0
Michelle Müntefering Bild: Jens Matheuszik, on Flickr CC BY-SA 2.0

Wenige Tage vor der geplanten Armenier-Resolution des Bundestags hat die Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe, Michelle Müntefering (SPD), den geplanten Beschluss verteidigt, aber auch zu Schritten der Versöhnung zwischen Türken und Armeniern gemahnt. "Ich weiß, dass die Resolution nicht nur in der Regierung, sondern auch in großen Teilen der türkischen Bevölkerung und auch unter vielen Deutsch-Türken kritisch betrachtet wird", sagte Müntefering den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Resolution mache aber kein Gesetz und sei keine Vorgabe, sondern sie solle ein Signal aussenden, kritisch mit der Geschichte umzugehen und so für die Zukunft Versöhnung zu ermöglichen.

Der Bundestag will trotz Kritik aus der Türkei am Donnerstag einen Antrag verabschieden, in dem die Vertreibung und Vernichtung von bis zu 1,5 Millionen Armeniern aus dem Osmanischen Reich zwischen 1915 und 1917 als Völkermord verurteilt wird.

Sie glaube aber, dass es mit einer solchen Resolution nicht getan sei, sagte Müntefering. "Versöhnung braucht die Bereitschaft der Menschen. Als deutsche Parlamentarier können wir sie auffordern, zwingen aber können wir sie nicht. Deswegen müssen wir diesen Prozess mit Bedacht unterstützen, nicht mit dem Holzhammer - den Frieden betonen, nicht den Zwist." Das autorisierte Müntefering-Statement: "Aus meiner Arbeit als Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe weiß ich, dass die Resolution nicht nur in der Regierung, sondern auch in großen Teilen der türkischen Bevölkerung und auch unter vielen Deutsch-Türken kritisch betrachtet wird. Wichtig ist zu sagen, diese Resolution macht kein Gesetz, keine Vorgabe, sondern sie soll ein Signal aussenden: Geht kritisch mit Eurer Geschichte um. Schaut, was in der Vergangenheit passiert ist, damit die Zukunft Versöhnung findet. Denn auch wir Deutschen haben etwas damit zu tun. Darum wird es auch eine einheitliche Abstimmung dazu geben.

Ich persönlich glaube aber, dass es mit einer solchen Resolution nicht getan ist. Versöhnung braucht die Bereitschaft der Menschen. Als deutsche Parlamentarier können wir sie auffordern, zwingen aber können wir sie nicht. Deswegen müssen wir diesen Prozess mit Bedacht unterstützen, nicht mit dem Holzhammer - den Frieden betonen, nicht den Zwist."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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