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Plastikflut: Deutsche Müllexporte nach Malaysia verzehnfacht

Archivmeldung vom 22.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Karte von Malaysia
Karte von Malaysia

Die deutschen Plastikmüllexporte nach Malaysia haben sich im Laufe der vergangenen zehn Jahre verzehnfacht. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten.

Den Angaben des Bundesumweltministeriums zufolge wurden im Jahr 2009 noch 12.065 Tonnen mit Kunststoffabfällen nach Malaysia exportiert. Im vergangenen Jahr betrug die Menge 130.000 Tonnen; das Ministerium bezieht sich dabei auf eine vorläufige Schätzung des Bundesumweltamtes nach einer Auswertung von Daten der Außenhandelsstatistik. "Deutschland darf Staaten wie Malaysia nicht länger als Mülldeponie für unseren Plastikabfall missbrauchen", sagte Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, den Zeitungen. "Plastikmüll, der in Deutschland anfällt, muss auch hier verwertet werden", so Hoffmann. Dafür müsse die Bundesregierung ein Abfallvermeidungsziel gesetzlich verankern und mehr Recyclingkapazitäten schaffen. "Notwendig ist ein generelles Exportverbot für Plastikabfälle in Länder, in denen die Recycling-Infrastruktur schlechter ist als in Deutschland", so Hoffmann.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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