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Schwarzes Wochenende für Indien: Tote bei Massenpanik und Monstersturm

Archivmeldung vom 14.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Flagge von Indien
Flagge von Indien

Indien ist am Wochenende von zwei Unglücken mit vielen Todesopfern erschüttert worden. Nach dem "Monstersturm" Phailin ist die Zahl der Toten nun auf mindestens 18 gestiegen. Das teilten die Behörden in der Nacht auf Montag mit.

Hunderttausende Menschen sollen sich zuvor in Sicherheit gebracht haben, teilweise in Schutzräume, die nach einem vergleichbar schweren Sturm im Jahr 1999 gebaut worden waren. Damals waren über 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Trotz der vergleichsweise guten Opferbilanz wurden weite Landstriche regelrecht verwüstet.

Bei einer Massenpanik vor einem Hindu-Tempel kamen zudem am Sonntag mindestens 115 Menschen ums Leben. Unter den Todesopfern sollen auch mindestens 30 Kinder sein, berichtet die "Times of India". Über 100 weitere Menschen sollen verletzt worden sein.

Indien: "Katastrophenvorsorge hat das Schlimmste verhindert"

Nach dem heftigsten Zyklon seit 14 Jahren, der am Wochenende in Indien schwere Zerstörungen verursacht und mehr als 20 Menschen das Leben gekostet hat, leistet die Caritas Nothilfe in den betroffenen Regionen und hat bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen.

Trotz seiner Stärke hat der Wirbelsturm "Phailin" vergleichsweise wenige Menschenleben gefordert. "Zwar wird sich die Zahl der Toten voraussichtlich noch erhöhen, weil das Ausmaß der Schäden vor allem in den ländlichen Gebieten noch unklar ist", betont der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, "aber wir können mit Sicherheit sagen, dass die Katastrophenvorsorge, die wir und andere staatliche und nichtstaatliche Organisationen in der Region umgesetzt haben, erfolgreich war und dadurch viele Menschenleben gerettet werden konnten."

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, engagiert sich seit langem in der Vorsorge in besonders katastrophenanfälligen Regionen. Nach dem schweren Zyklon von 1999, der in derselben Region im Südosten Indiens 15.000 Menschenleben gekostet hat, hat die Caritas zahlreiche Projekte zum Katastrophenschutz ins Leben gerufen, die nun Schlimmeres verhindern halfen.

"Vor allem die Verbesserung des Vorwarnsystems und die gut organisierte Evakuierung haben dazu beigetragen, dass viele Menschenleben gerettet werden konnten", betont Müller. "Die staatlichen Behörden und der Katastrophenschutz funktionieren sehr viel besser als noch vor 15 Jahren. Auch unsere Partner vor Ort haben ihren Teil dazu beigetragen, dass es nicht zu einer noch viel größeren Katastrophe gekommen ist."

Nichtsdestotrotz sind die materiellen Schäden beträchtlich. Nach Regierungsangaben sind mehr als 12 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Zyklons betroffen. Häuser, Brücken und öffentliche Einrichtungen wurden teils schwer beschädigt. Caritas international hilft beim Wiederaufbau und der Rückkehr der Evakuierten und wird seine Vorsorgemaßnahmen weiter ausdehnen.

Hierzu bittet Caritas international um Spenden mit dem Stichwort "Zyklon Indien" auf: Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, - online unter:
www.caritas-international.de

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Caritas (ots)

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