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Chef der US-Handelskammer sieht keine Gefahr für TTIP

Archivmeldung vom 10.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Dennis Witte
Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft IESM / pixelio.de
Bild: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft IESM / pixelio.de

Der Präsident der US-Handelskammer in Deutschland, Bernhard Mattes, sieht im jüngsten Wahlerfolg der Republikaner in den USA keine Gefahr für die Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen: "Zwar kam der Anstoß für TTIP von den Demokraten, aber die Republikaner sind nicht prinzipiell gegen Freihandel inklusive TTIP", sagte er der "Welt am Sonntag".

"Ganz im Gegenteil." Nach den Wahlen am Dienstag sieht sich der demokratische US-Präsident Barack Obama einem vollends republikanisch dominierten Kongress gegenüber. Mattes, der auch Deutschlandchef von Ford ist, zeigt sich allerdings zuversichtlich, dass beide Parteien das geplante Abkommen mit der Europäischen Union gemeinsam unterstützten.

In der US-Handelskammer in Deutschland sorgt es allerdings zu Unverständnis, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ein Freihandelsabkommen mit Kanada nachverhandeln möchte. "Die CETA-Verhandlungen haben fünfeinhalb Jahre gedauert", sagte Mattes. "Warum man sich dazu so spät in der Diskussion hinreißen lässt, das erschließt sich mir nicht." Mattes spricht sich dagegen aus, die Verhandlungen zwischen Europäischer Union und den USA auf weniger strittige Punkte zu beschränken.

"Meine Befürchtung wäre, dass dann eine sehr lange Zeit vergehen würde, bis sich die Politik erneut an die schwierigen Themen wagt", sagte er. "Es ist die Mühe wert, sich jetzt durch diesen sehr intensiven Diskussionsprozess zu arbeiten."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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