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Assad-Regime soll neben Giftgas auch Biowaffen haben

Archivmeldung vom 22.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Baschar al-Assad Bild: Ricardo Stuckert / de.wikipedia.org
Baschar al-Assad Bild: Ricardo Stuckert / de.wikipedia.org

Nach Informationen der "Welt" verfügt Syriens Diktator Assad nicht nur über ein umfassendes Chemie-Waffenarsenal, sondern auch über zahlreiche biologische Kampfstoffe. In einem Beitrag für die "Welt" schreibt der Waffenexperte Hans Rühle, das Regime in Damaskus arbeite an einsatzfähigen Erregern von Milzbrand, Pest, Tularemia (Hasenpest), Botulinum, Cholera, Ricin, Kamelpocken, Blattern und Aflatoxin. Einige Stoffe seien schon getestet worden, zum Teil stammten sie aus sowjetischen Forschungen, welche die Kampfstoffe schon bis zur industriellen Produktion und militärischen Einsatzbarkeit fortentwickelt hätten.

Bisher galten die syrischen Forschungen als nicht praxistauglich. US-Präsident Obama hatte Syrien am Montag jedoch vor dem Einsatz nicht nur chemischer, sondern auch biologischer Waffen gewarnt. Rühle, in den 80er-Jahren Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium, stützt sich bei seinen Ausführungen auf Geheimdiensterkenntnisse und einschlägige Forschungen. Demnach seien die Materialien und das Fachwissen für das Biowaffen-Programm vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion nach Syrien gelangt, weiteres aus dem Irak und dem Iran, Nordkorea, und Südafrika. Das syrische Biowaffenprogramm sei vor allem auf einen Einsatz gegen Israel ausgerichtet, schreibt Rühle. Nach den bisher verfügbaren Erkenntnissen scheine dabei vor allem eine Schwächung der israelischen Kampfkraft durch Erkrankung der Soldaten im Zentrum zu stehen. Auch ein Einsatz gegen die Zivilbevölkerung sei möglich, da Syrien über Kampfstoffe verfüge, die durch gängige Wasser- und Luftfilter nicht gestoppt werden könnten. Auch Präsident Obama hatte in seiner Warnung an Damaskus gesagt: "Es betrifft unsere engen Verbündeten in der Region, darunter Israel. Es betrifft uns."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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