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Erler erwartet keinen Krieg zwischen Russland und der Ukraine

Archivmeldung vom 28.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Gernot Erler (2016)
Gernot Erler (2016)

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Gernot Erler (SPD), ehemaliger Russland-Beauftragter der Bundesregierung, erwartet nicht, dass es nach dem militärischen Zwischenfall an der Meerenge von Kertsch zu einem Krieg zwischen Russland und der Ukraine kommt. "Die Ukraine ist militärisch viel zu schwach, um eine ernsthafte Konfrontation mit Moskau wagen zu können", sagte Erler dem "Mannheimer Morgen".

Der Krieg in der Ost-Ukraine sei seit dem Minsker Abkommen von 2015 weitgehend unter Kontrolle, die Kämpfe hätten sich trotz des brüchigen Waffenstillstands nicht ausgedehnt. "Moskau und Kiew begnügen sich mit dem Status quo. Wäre dies anders, hätte es genügend Möglichkeiten für einen neuen Krieg gegeben", so der SPD-Politiker weiter. Der frühere Staatsminister im Bundesaußenministerium sieht auch ein mögliches politisches Motiv im Handeln des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.

"Im März 2019 wählt die Ukraine einen neuen Präsidenten. Gegenwärtig sieht es für Poroschenko nicht gut aus. Er hat kaum etwas gegen die Korruption unternommen. Deshalb hat er für eine Wiederwahl zu wenig Zustimmung", so Erler. Nach der Einführung des Kriegsrechts könne es zu einer Verschiebung der Wahl kommen, erst recht, wenn dieses nach Ablauf der 30-Tage Frist verlängert werde, so der ehemalige Russland-Beauftragte der Bundesregierung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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