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IWF-Chefin warnt vor möglicher Finanzkrise

Archivmeldung vom 18.01.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kristalina Georgieva, Februar 2019
Kristalina Georgieva, Februar 2019

Von World Bank Group/ Grant Ellis - http://www.worldbank.org/en/about/people/k/kristalina-georgieva, CC BY-SA 4.0, Link

Kristalina Georgiewa, die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, hat vor einer neuen Finanzkrise gewarnt, die mit der zunehmenden Ungleichheit bei der Einkommensverteilung in der Welt verbunden sei. Dies teilt das russische online Magazin "Sputnik" mit.

Weiter ist hierzu auf der deutschen Webseite zu lesen: "In ihrer Rede vor dem US-amerikanischen „Peterson Institute for International Economics“ am Freitag merkte Georgiewa an, dass in den letzten 20 Jahren zwischen den Ländern die Differenz bei den Einkommen stark zurückgegangen sei. Die Einkommensschere sei allerdings innerhalb der Länder größer geworden.

Dabei führte sie Großbritannien als Beispiel an. So sollen die zehn Prozent der reichsten Einwohner des Landes über das gleiche Vermögen wie die 50 Prozent der ärmsten Schicht verfügen. Diese Situation lässt sich in den meisten Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beobachten – auch dort hat die Einkommens- und Wohlstandsungleichheit das Rekordhoch entweder erreicht oder ist nahe daran.

„In gewisser Weise erinnert dieser Entwicklungstrend an den Beginn des 20. Jahrhunderts – als die Technologie und Integration zuerst zum ersten ‚Gilded Age ‚ (zu dt.: vergoldetes Zeitalter, Bezeichnung für die Blütezeit der US-Wirtschaft in den USA, 1870er Jahre bis etwa zur Jahrhundertwende – Anm. d. Red.), den Goldenen Zwanzigern und schließlich, zur finanziellen Katastrophe führten (gemeint ist die Große Depression – Anm. d. Red.)“, wird Georgiewa auf der Homepage des IWF zitiert.

„Um die Ungleichheit zu beseitigen, wenden sich viele Regierungen zuerst fiskalpolitischen Maßnahmen zu“, merkte die IWF-Chefin an. „Diese Maßnahmen sind und bleiben entscheidend. Aber allzu oft schenken wir dem Finanzsektor keine Aufmerksamkeit, der die Ungleichheit in positiver oder negativer Hinsicht tief und nachhaltig beeinflussen kann“, fügte Georgiewa hinzu.

Die geschäftsführende Direktorin des Währungsfonds erklärte, dass ein gut funktionierender Finanzsektor im kommenden Jahrzehnt „neue Möglichkeiten für alle schaffen kann“. Umgekehrt kann ein schlecht geführter Finanzsektor die Ungleichheit noch verstärken.

„Diese Schlussfolgerungen dienen sowohl als Warnung als auch als Aufforderung zum Handeln“, sagte sie. Insbesondere rief sie dazu auf, die Kreditvergabe an kleine Unternehmen zu erleichtern. Das würde die Widerstandsfähigkeit im Fall einer künftigen Krise stärken.

„Wenn wir handeln und gemeinsam handeln, können wir es vermeiden, die Fehler der 1920er in den 2020ern zu wiederholen“, sagte sie."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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