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Ex-FPÖ-Chef Strache fühlt sich von Kurz hintergangen

Archivmeldung vom 18.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Heinz-Christian Strache (2017)
Heinz-Christian Strache (2017)

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der frühere Vorsitzende der FPÖ, Heinz-Christian Strache, hat dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz vorgeworfen, ihn belogen zu haben. Nach der Veröffentlichung des sogenannten Ibiza-Videos im Mai habe er Kurz seinen Rücktritt als Vizekanzler angeboten, sagte Strache der Wochenzeitung "Die Zeit".

Er habe Kurz gesagt, dass er die Konsequenzen ziehen werde, "habe die volle Aufklärung eingefordert und gefragt, ob er dann die Zusammenarbeit fortsetzen werde". Das Versprechen habe Kurz ihm gegeben. Entgegen dieser Absprache habe Kurz, der auch ÖVP-Vorsitzender ist, die gemeinsame Regierung mit der FPÖ einen Tag später beendet. "Ja, ich habe mich hintergangen gefühlt", sagte Strache dazu. Strache war nach der Veröffentlichung des Videos als Vizekanzler und FPÖ-Vorsitzender zurückgetreten. Bei der bevorstehenden Neuwahl in Österreich tritt er nicht wieder an. Allerdings deutete Strache an, dass er sich eine Rückkehr bei der Wiener Landtagswahl im kommenden Jahr vorstellen könne. "Es ist jetzt zu früh, darüber nachzudenken", sagte er der "Zeit". Wer für die FPÖ in Wien antrete, "das wird die Wiener Landesgruppe und Basis rechtzeitig demokratisch entscheiden".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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