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Nato will Nuklearstrategie überdenken

Archivmeldung vom 08.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die Atombombe B61 war über zwei Jahrzehnte die am weitesten verbreitete Kernwaffe der Vereinigten Staaten.
Die Atombombe B61 war über zwei Jahrzehnte die am weitesten verbreitete Kernwaffe der Vereinigten Staaten.

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Angesichts zunehmender Bedrohung durch russische Atomwaffen erwägt die Nato, ihre Nuklearstrategie anzupassen. Das berichtet "Bild" unter Berufung auf informierte Kreise. Danach soll bei dem Treffen der Verteidigungsminister am Donnerstag in Brüssel auch die Nuclear Planning Group zusammentreten. Bei den Gesprächen könnte es unter anderem darum gehen, Waffen zu modernisieren oder möglicherweise sogar über eine weitere Stationierung nachzudenken.

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Wolfgang Hellmich (SPD), warnte vor einem erneuten Wettrüsten: "Wir müssen verhindern, dass Russland ein neues atomares Wettrüsten provoziert. Unsere Antwort kann deshalb nur politischer Natur sein. Wir müssen dem Nato-Russland-Rat neues Leben einhauchen." Hintergrund sind wiederholte Truppenübungen Russlands mit Atomwaffen sowie die Ankündigung des russischen Präsidenten, in der russischen Enklave Kaliningrad Atomwaffen stationieren zu wollen. Auch die Bundesregierung sieht das mit zunehmender Besorgnis. In einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Verteidigungspolitikerin Agnieszka Brugger, die "Bild" zitiert, heißt es: "Russland testet umfangreich eine Vielzahl der Trägersysteme seines gesamten Nukleardispositivs zur Überprüfung der Einsatzbereitschaft und zu dessen Weiterentwicklung."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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