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Schäuble: EZB muss mehr zur Vermeidung von Blasen unternehmen

Archivmeldung vom 21.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Wolfgang Schäuble Bild: Armin Kübelbeck / wikipedia.org
Dr. Wolfgang Schäuble Bild: Armin Kübelbeck / wikipedia.org

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mehr gegen die Vermeidung von Blasen an den Märkten unternimmt. "Wir können die Vermeidung von Blasen nicht allein der staatlichen Aufsicht überlassen. Die Zentralbanken müssen das bei ihren Entscheidungen über die Geldmenge mit im Blick haben", sagte Schäuble in einem gemeinsamen Interview mit seinem französischen Kollegen Michel Sapin dem "Handelsblatt".

Schäuble sagte, dass es "am Immobilienmarkt zum Teil Anzeichen für Blasenbildungen" gebe. Der Bundesfinanzminister hatte in den vergangenen Wochen immer wieder auf die Gefahren einer Immobilienblase durch die lockere Geldpolitik der EZB hingewiesen. Erstmals forderte er die Zentralbank jetzt auf, die Folgen ihrer geldpolitischen Entscheidungen für eine mögliche Blasenbildung zu berücksichtigen. Forderungen aus Frankreich nach einer gezielten Abwertung des Euro lehnte Schäuble kategorisch ab. "Ich halte nichts von politischen Diskussionen über den Wechselkurs, der bildet sich am Markt. Wenn die Politik sich darum kümmert, hat das noch nie zu guten Ergebnissen geführt." Der Euro werde so stark sein, "wie wir ihn politisch und wirtschaftlich machen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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