Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Weltgeschehen Anwalt: Timoschenko in unbegrenztem Hungerstreik

Anwalt: Timoschenko in unbegrenztem Hungerstreik

Archivmeldung vom 26.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Julija Wladimirowna Timoschenko Bild: European People's Party / de.wikipedia.org
Julija Wladimirowna Timoschenko Bild: European People's Party / de.wikipedia.org

Die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko ist nach Angaben ihres Anwalts in einen unbegrenzten Hungerstreik getreten. Wie dieser am Montag in Kiew mitteilte, wolle sie damit den Abschluss des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union (EU) erzwingen.

Die Gespräche zwischen der Ukraine und der EU waren erst vor wenigen Tagen - auch wegen Differenzen hinsichtlich der Behandlung Timoschenkos - gestoppt worden. Die Politikerin befindet sich derzeit zur Behandlung eines Rückenleidens in einer Klinik in Charkow. Das Abkommen zwischen der EU und der Ukraine sollte ursprünglich beim EU-Gipfel in Vilnius an diesem Freitag unterzeichnet werden.

Timoschenko bittet Deutschland um Hilfe

Im Ringen um die Freilassung der ehemaligen ukrainischen Ministerpräsidentin, Julia Timoschenko, hat ihre Tochter Jewgenija Timoschenko einen Appell an Deutschland gerichtet. Der "Bild-Zeitung" (Montagausgabe) sagte Jewgenija: "Ich denke, dass Deutschland die letzte Chance für meine Mutter ist. Kanzlerin Merkel darf nicht aufgeben. Wenn meine Mutter nicht bald frei kommt, wird sie sterben."

Die Tochter wirbt dafür, dass das EU-Assoziierungsabkomnen in dieser Woche doch noch zustande kommt und fordert, dass Deutschland Druck auf die Ukraine ausüben sollte. "Wir sind soweit gekommen, es muss in den nächsten Tagen gelingen, dass das Abkommen doch noch zustande kommt. Deutschland spielt da eine entscheidende Rolle", sagte Timoschenko der Zeitung.

Die Bestrebungen ihrer Mutter, für ein Abkommen theoretisch auf die Freilassung zu verzichten, sieht sie kritisch. Jewgenija Timoschenko sagte der Zeitung weiter: "Ich bin als Tochter schwer besorgt und will, dass sie endlich behandelt werden kann." Über den genauen Gesundheitszustand ist die Tochter nicht informiert. Ihre Mutter müsse ins Ausland, "So schnell wie möglich", erklärte Timoschenko.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige:
Videos
Screenshot aus dem Ende befindlichen Videobeitrag
Zecken, und wie man sich davor schützt
Masern-Ausschlag bei einem nigerianischen Mädchen.
Welches Masernvirus?
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein: