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Mindestens vier Deutsche sterben in MH-17

Archivmeldung vom 18.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Verlauf des Malaysia-Airlines-Fluges MH-17
Verlauf des Malaysia-Airlines-Fluges MH-17

Foto: Geordie Bosanko
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Unter den 295 Menschen an Bord des vermutlich abgeschossenen Fluges MH-17 sind auch mindestens vier Deutsche gewesen. Das sagte ein Sprecher des Amsterdamer Flughafens am Abend. Des Weiteren waren 154 Niederländer und 27 Australier an Bord. Die Maschine war am Donnerstagmittag in Amsterdam gestartet und auf dem Weg nach Kuala Lumpur.

Über der Ost-Ukraine war die Maschine plötzlich vom Radarschirm verschwunden und abgestürzt, laut Geheimdienstberichten vermutlich, nachdem sie von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden war.

Merkel spricht Angehörigen der Opfer Mitgefühl aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Angehörigen der Opfer des Flugzeugunglücks in der Ostukraine ihr Mitgefühl ausgesprochen. Merkel sei schockiert über den mutmaßlichen Abschuss der Passagiermaschine aus großer Höhe, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag mit. Sollte sich diese Nachricht bestätigen, so stelle sie eine weitere, tragische Eskalation des Konfliktes im Osten der Ukraine dar. Die Bundeskanzlerin forderte eine umgehende, unabhängige Untersuchung der Absturzursachen. 

Steinmeier fordert Untersuchung von Flugzeugabsturz in der Ukraine

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat eine "unabhängige, internationale Untersuchung" des Absturzes des Malaysian-Airlines-Flugs in der Ukraine gefordert. "Wir erwarten, dass alles getan wird, um den Vorfall schnellstens aufzuklären", erklärte Steinmeier bei einem Besuch in Mexiko. Er forderte die Separatisten in der Region auf, den Rettungs- und Sicherheitskräften unverzüglich Zugang zur Absturzstelle zu gewähren. "Dass Hunderte völlig Unbeteiligte auf diese furchtbare Weise ums Leben kommen, versagt einem die Sprache", erklärte Steinmeier.

Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy riefen zu einer "raschen und gründlichen Untersuchung" des Absturzes auf. Es müsse so schnell wie möglich festgestellt werden, was geschehen sei und wer für das Unglück verantwortlich sei. 

Klitschko: Möglicher Flugzeug-Abschuss "Tragödie dramatischen Ausmaßes"

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hat bestürzt auf den möglichen Abschuss einer Passagiermaschine über der Ostukraine reagiert. "Das ist eine Tragödie dramatischen Ausmaßes, die die ganze Welt betrifft", sagte Klitschko der "Bild-Zeitung" "Ich kann kaum fassen, dass tatsächlich ein Passagierflugzeug mit Urlaubern an Bord abgeschossen wurde. Die gesamte internationale Gemeinschaft muss jetzt endgültig verstehen, dass es sich hier um einen Krieg handelt und Russland mit hochmodernen Waffen und ausgebildeten Kämpfern in diesen Krieg eingreift." Putin müsse dafür endlich "zur Verantwortung gezogen werden", sagte Klitschko der "Bild". "Ich finde es unerklärlich, dass bis heute noch keine scharfen Sanktionen gegen Russland verhängt wurden."

MH-17 flog angeblich über Flugverbotszone

Die über der Ost-Ukraine abgestürzte Maschine der Malaysian Airlines soll angeblich über einer Flugverbotszone unterwegs gewesen sein. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle. Dabei halten sich Berichte, dass die Maschine abgeschossen worden sei - von wem ist aber unklar. Das ukrainische Militär und die Separatisten im Osten des Landes beschuldigen sich gegenseitig.

Russlands Präsident Putin übermittelte der malaysischen Regierung unterdessen sein Beileid.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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