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Ukraine will militärischen Beistand von Deutschland gegen Russland

Archivmeldung vom 27.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Geplante Vorstoßrichtungen der deutschen Nato Verbände gegen Russland in 2020? (Symbolbild)
Geplante Vorstoßrichtungen der deutschen Nato Verbände gegen Russland in 2020? (Symbolbild)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Ukraine fordert von Deutschland militärische Unterstützung im Konflikt mit Russland. "Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung aus Deutschland und das politische Engagement der Bundesregierung. Unsere Bitte um militärische Hilfe wurde leider abgelehnt", sagte der ukrainische Außenminister Wadym Prystajko dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

"Ich hoffe, dass Berlin diese zurückhaltende Position überdenkt und sich doch entschließen wird, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken", sagte er. Prystajko, der in der vergangenen Woche zu Gesprächen nach Berlin gereist war, sieht die Ukraine in existenzieller Gefahr. "Denn es geht um unser Überleben als Nation", sagte er.

"Deutschland und die EU haben sehr viel für uns getan. Aber eben nicht genug, um das Sterben von Menschen zu beenden. Wir beklagen 13.000 Tote, und es werden täglich leider mehr", sagte der langjährige Spitzendiplomat. Zugleich zeigte sich der ukrainische Außenminister irritiert darüber, dass nur eine Minderheit in Deutschland die nach der Krim-Krise verhängten Russland-Sanktionen gutheißt: "Ich weiß um das schlechte Gewissen, das die Nazi-Besatzung der Sowjetunion den Deutschen noch heute bereitet. Das Dritte Reich tötete Millionen Menschen, darunter auch viele Russen. Aber wissen Sie was? Das Volk, das im Zweiten Weltkrieg wohl am meisten gelitten hat, war eben die Ukraine, wir haben bis zehn Millionen Menschen verloren", sagte er. "Es braucht die Sanktionen, damit die Russen am Verhandlungstisch bleiben." Sein Land öffne sich für Investitionen: "Deutsche Unternehmer auf der Suche nach Alternativen zum russischen Markt sind willkommen", sagte Prystajko dem RND.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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