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Amsterdam - Nach Protesten gegen Pandemie-Beschränkungen 190 Festnahmen

Archivmeldung vom 25.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Bild: Screenshot Youtube
Bild: Screenshot Youtube

Nach gewaltsamen Protesten gegen die verschärften Corona-Einschränkungen hat die niederländische Polizei in Amsterdam nach eigenen Angaben mindestens 190 Menschen festgenommen. Dies meldet das russische online Magazin „SNA News“.

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "„190 Festnahmen nach einer Demonstration auf dem Museumsplatz, 33 Festnahmen (sieben davon von Minderjährigen) hauptsächlich wegen offener Gewalt. 142 Festnahmen wegen Verstoßes gegen die Allgemeine Gemeindeordnung APV und 15 Festnahmen wegen Verstößen gegen Artikel 184 (Gehorsamsverweigerung – Anm. d. Red.)”, heißt es in einer Twitter-Mitteilung der Polizei.

Wie der Sender NOS meldete, seien in mindestens zehn Städten am Abend Bereitschaftspolizisten mobilisiert worden. Die Militärpolizei teilte auf Twitter mit, dass sie die lokale Polizei in mindestens zwei Städten unterstütze.

In Helmond sollen mehrere Dutzend Jugendliche die Sicherheitskräfte mit Feuerwerkskörpern und Steinen beworfen haben. In Venlo sollen Unbekannte die Schaufenster von mehreren Geschäften eingeworfen haben. In mehreren Städten sei es zu Brandanstiftungen durch Demonstrierende gekommen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wurden landesweit mehr als 240 Menschen festgenommen. Um den Museumsplatz in Amsterdam zu räumen, setzten die Beamten demnach Wasserwerfer, Hunde und Reiterstaffeln ein. Die Demonstranten warfen Steine und zündeten Feuerwerkskörper.

Zuvor hatte die Zeitung „NL Times“ berichtet, die Polizei habe in der niederländischen Hauptstadt Wasserwerfer und Schlagstöcke eingesetzt, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. In Eindhoven setzten die Sicherheitskräfte demnach Tränengas ein.

Die Proteste richteten sich gegen die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, darunter eine nächtliche Ausgangssperre. Zuvor hatte das Parlament den Mitte Dezember verhängten Lockdown bis zum 9. Februar verlängert.

Im ganzen Land sind die Geschäfte geschlossen, mit Ausnahme derer, die Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs verkaufen. Ebenfalls geschlossen sind Restaurants und Cafés, Museen und Theater, Vergnügungsparks und Zoos, Casinos und Saunen, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Friseur-, Schönheits- und Tattoo-Salons. Alle Bildungseinrichtungen wurden seit dem 16. Dezember in den Fernunterricht versetzt.

Am Vortag war eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Von 21:00 bis 04:30 Uhr darf sich niemand ohne triftigen Grund draußen befinden. Während der ersten Nacht nahm die Polizei 25 Personen wegen Verstößen gegen die Ausgangssperre fest und verhängte mehr als 3600 Mal Bußgelder. "

Quelle: SNA News (Deutschland)

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