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IW fordert europäische "Corona-Bonds"

Archivmeldung vom 19.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Der Direktor des Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, fordert angesichts der Corona-Krise gemeinsame europäische Schuldverschreibungen. "Krisenbedingte, einmalig ausgereichte Corona-Bonds wären das richtige Finanzinstrument, um Ländern wie Italien durch die Krisen zu helfen, und sie halten das Zinsniveau für alle Beteiligten auf einem geringen Niveau", sagte Hüther der "Bild".

Er unterstütze die Entscheidung der EZB vom Mittwoch, Milliarden in den Ankauf von Anleihen zu stecken. "Jetzt ist nicht der Moment, um schlechte Wirtschaftspolitik abzustrafen: Die Entscheidung der EZB, Staatsanleihen betroffener Staaten wir Italien aufzukaufen ist richtig." Die EZB müsse jetzt dafür sorgen, dass das Bankensystem stabil bleibe und die Unternehmen mit Liquidität versorgt würden. Konsums-Checks für die Bevölkerung, sogenanntes "Helikoptergeld", wie es Donald Trump für die USA angekündigt hat, lehnt Hüther für Deutschland ab.

"Die Gegebenheiten lassen sich nicht miteinander vergleichen: In den USA gibt es weder Regelungen zur Kurzarbeit, noch gibt es eine Arbeitslosenversicherung, die jetzt greift." Angesichts der bei uns geltenden Absicherung für Arbeitnehmer sei eine solche Regelung für Deutschland "unsinnig".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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