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Bankenverbandspräsident kritisiert EZB

Archivmeldung vom 02.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Guenter Hamich / pixelio.de
Bild: Guenter Hamich / pixelio.de

Angesichts der niedrigen Zinsen greift Bankenverbandspräsident Hans-Walter Peters die Europäische Zentralbank (EZB) an. "Die EZB ignoriert nach wie vor sämtliche Mahnungen von allen Seiten und schiebt den Ausstieg aus den Negativzinsen auf die lange Bank", sagte Peters den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Das sei aus seiner Sicht das falsche Signal. Den deutschen Sparern macht er deswegen wenig Hoffnungen für 2019: "Das Zinsumfeld dürfte sich nur wenig verändern", so Peters weiter. Es werde demnach bei extrem niedrigen Zinsen auf Sparguthaben bleiben. Peters sieht nach dem Einbruch des Aktienmarktes Chancen für steigende Kurse. Gemessen an den wirtschaftlichen Fundamentaldaten hält er den Deutschen Aktienindex DAX nach den letzten Kurskorrekturen nicht mehr für hoch bewertet.

"Bei einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung könnte er wieder an Boden gewinnen", sagte der Bankenverbandspräsident, der auch Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter der Privatbank Berenberg aus Hamburg ist. Allerdings wären "starke Nerven für Aktienanleger hilfreich, gerade mit Blick auf die zahlreichen Unsicherheiten - von den Handelskonflikten über den Brexit bis hin zur Finanzpolitik in Italien". Für die deutsche Wirtschaft rechnet Peters in diesem Jahr mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Aus Sicht von Peters entspricht das der Schulnote "befriedigend". Er liegt damit unter der Prognose der Bundesregierung, die derzeit von 1,8 Prozent ausgeht. Gute Nachrichten habe der Bankenverbandspräsident für den Arbeitsmarkt. Das Beschäftigungswachstum setze sich fort und werde historische Höchststände erreichen. "Die Zahl der Arbeitslosen könnte 2019 im Durchschnitt auf rund 2,2 Millionen sinken", so Peters. 2018 lag der Durchschnittswert bei rund 2,35 Millionen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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